Erst im Traum vereint, dann auch in Wirklichkeit: Nemorino (Kai Kluge) und Adina (Claudia Muschio). Foto: Staatsoper Stuttgart/Martin Sigmund

Komödie? Tragödie? Gaetano Donizettis Oper „L’elisir d’amore“ ist irgendetwas dazwischen, und genau so inszeniert Anika Rutkovsky das Stück jetzt in Stuttgart. Die Sänger machen den Abend zu einem Fest.

 
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Plötzlich scheint die Zeit stillzustehen. Gaetano Donizettis vorwärtsdrängende Musik plappert nicht mehr, auf der Bühne bewegt man sich in Zeitlupe. Aus dem Orchestergraben tönt weicher Hornklang, inständig bittet Nemorino die von ihm angebetete Adina darum, seinen Konkurrenten nicht zu heiraten. Die Komödie hält den Atem an. Und die Realität kippt: Plötzlich hält sich das junge Paar zärtlich umschlungen. Ist das ein Traum? Oder doch die Wirklichkeit?