Der längste Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm ist „durch“ Nach 14 Monaten erblickt Käthchen erstmals wieder das Tageslicht

Von eas 

Für die Gäste bei der Durchschlagsfeier wird nochmals ordentlich Staub aufgewirbelt. Foto: Horst Rudel
Für die Gäste bei der Durchschlagsfeier wird nochmals ordentlich Staub aufgewirbelt. Foto: Horst Rudel

An diesem Freitag hat die geladene Prominenz den Durchschlag der zweiten Röhre des Boßlertunnels gefeiert. Am nächsten Wochenende, 16. und 17. Juni, darf sich die Öffentlichkeit auf der Baustelle des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm umschauen.

Kreis Göppingen
– Der Umstand, dass es am Ende eines Tunnels hell wird, scheint auch für gestandene Politiker eine symbolische Kraft zu haben. Zumindest folgten zahlreiche Vertreter aus Parlamenten aller Ebenen am Freitag einer Einladung der Deutschen Bahn zur Durchschlagsfeier der zweiten Röhre des Boßlertunnels. Rund 80 Meter über dem Filstal wurde es dabei – ebenfalls der Symbolkraft wegen – nochmals richtig staubig, ehe die Tunnelbohrmaschine Käthchen nach 14 Monaten erstmals wieder das Tageslicht erblickte. Mit diesem Durchbruch ist der Rohbau des mit 8806 Metern längsten Tunnels des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm fertig: termingerecht und im kalkulierten Kostenrahmen, wie es seitens der Bahn hieß. Dem nächsten Quantensprung im Bahnverkehr sei man damit einen Schritt nähergekommen, sagte Ronald Pofalla, das für die Infrastruktur zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn. Winfried Hermann, der Verkehrsminister des Landes, verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, „dass die Trasse auch möglichst bald genutzt werden kann“. Die Öffentlichkeit hat nun am nächsten Wochenende, 16. und 17. Juni, die Gelegenheit, die Tunnelbaustelle zu besichtigen. Am Samstag werden die Portale zwischen 10 und 18 Uhr, am Sonntag zwischen 10 und 16 Uhr geöffnet.

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