Der SPD-Politiker Sebastian Edathy Foto: dpa

Rückgabe des Mandats, Hausdurchsuchungen, Schweigen der Ermittler: Der Fall des SPD-Politikers Edathy ist undurchsichtig. Er selbst weist den Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie strikt zurück und kritisiert die Staatsanwaltschaft.

Rückgabe des Mandats, Hausdurchsuchungen, Schweigen der Ermittler: Der Fall des SPD-Politikers Edathy ist undurchsichtig. Er selbst weist den Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie strikt zurück und kritisiert die Staatsanwaltschaft.

Berlin - Die Vorgänge um Sebastian Edathy werfen viele Fragen auf. Der SPD-Politiker hat sich nach Rückgabe seines Bundestagsmandats und Durchsuchungen seiner Wohnungen und Büros erstmal zurückgezogen. Er weist via Facebook und „Spiegel online“ Vorwürfe zurück, Kinderpornografie besessen zu haben, und greift die Staatsanwaltschaft Hannover an. Die schweigt dazu, was sie gegen den langjährigen Abgeordneten konkret in der Hand hat.

Wie glaubwürdig ist Edathys Erklärung vom Wochenende, er ziehe sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Bundestag zurück?

Mitglieder der SPD-Fraktion berichten, dass es dem 44-Jährigen seit Monaten nicht gut ging, von akuten Erschöpfungssymptomen war die Rede. Seit Oktober gab es kaum noch neue Mitteilungen auf seiner Internetseite. Auch bekam Edathy nach der Bundestagswahl keinen herausgehobenen Posten in der großen Koalition. Seinen Mitarbeitern bedeutete er frühzeitig, sich etwas Neues zu suchen, eine Mitarbeiterin kam im Umweltministerium unter. In der SPD wähnt man Edathy derzeit in Dänemark. Die Frage ist auch, wann genau die Partei von einem möglichen Verdacht gegen ihn erfahren hat.

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