Rund 800 Streikende versammelten sich am Freitagvormittag in Ludwigsburg. Foto: SDMG/Gress

Verdi fordert 6,8 Prozent mehr Gehalt für die Angestellten der AOK. Das Gegenangebot des Arbeitgebers liegt weit darunter. Deshalb folgten am Freitag rund 800 Menschen in Ludwigsburg dem Streikaufruf der Gewerkschaft.

Ludwigsburg - Rund 800 Angestellte der AOK Baden-Württemberg sind am Montagvormittag durch die Ludwigsburger Innenstadt gezogen. Die Zahl beruht auf einer Schätzung von Verdi. Die Gewerkschaft hatte zuvor zum Streik aufgerufen, da der Arbeitgeber der Forderung von 6,8 Prozent mehr Gehalt bislang nicht nachkommen will. Von der Innenstadt zogen die Streikenden zum Getrag-Areal.

Die Teilnehmer brachten auf der Kundgebung ihren Frust über die Situation mit lauten Buh-Rufen zum Ausdruck, als Claudia Chirizzi von Verdi ihnen die Pläne der AOK-Geschäftsführung erläuterte: „Sie wollen die Abschaffung der Sozialzuschläge erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf die Agenda holen. Das ist pure Taktik!“ Man sei mit Erwartungen in die Verhandlungen gegangen und habe ein Streichkonzert bekommen.

Das Angebot der AOK ist den Streikenden nicht genug

Die AOK bietet eine Gehaltserhöhung in drei Stufen an: über eine Laufzeit von 36 Monaten sollen die Gehälter erst um zwei dann zweimal um 1,5 Prozent angehoben werden. Das ist den Angestellten allerdings deutlich zu wenig. Ein besonderes Augenmerk lag beim Streik auf den Auszubildenden.

Die Forderung von Verdi und den Demonstranten: Sie wollen eine einheitliche Anhebung der Azubi-Gehälter der verschiedenen Ausbildungsgänge. Auch die Fahrtkosten, so fordert es die Gewerkschaft, sollen den Azubis künftig nicht mehr von Kilometer 30 an, sondern vom ersten Kilometer an erstattet werden. Die Verhandlungen werden am 25. Februar in Berlin fortgesetzt.

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