Am zweiten Tag des CDU-Bundesparteitags auf der Messe kamen mehr Demonstrierende zusammen. Der Regen sorgte für ein frühes Ende.
Der Samstagvormittag schien ein besserer Demonstrationstermin zum CDU-Bundesparteitag auf dem Gelände der Messe Stuttgart zu sein als zuvor der Freitag: Mehr Teilnehmer waren angemeldet, mehr Gruppen kamen, ebenso kamen auch einige Einzeldemonstranten. Das galt zumindest bis kurz nach 9 Uhr, als dann vehementer Dauerregen einsetzte.
Wie am Freitagvormittag galt auch hier die Devise: Vor allem wurde über die verschiedenen Standpunkte informiert. Zu den frühesten Demonstrationsgruppen, die schon mit Bannern parat standen, gehörten etwa 20 Personen von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. „Wir wenden uns hier gegen den Zulassungsstopp bei Integrationskursen“, sagte Clarisssa Haziri-Hagner vom Landesverband, die für die Organisation vor Ort zuständig ist. „Integration wird wissentlich behindert. Wir erwarten eine sofortige Beendigung des Zulassungsstopps.“
Früh präsent waren auch die Mitglieder der Gruppe „AfD Verbot jetzt“. Von dort lautete die Forderung: „Wir fordern die Parteien der künftigen Landesregierung auf, dass sie sich auf Bundesebene für die umgehende Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens einsetzen“.
Der BUND-Landesverband hat die 1000 angemeldeten Teilnehmer zwar nicht erreicht, aber etwa 200 werden es schon gewesen sein, die anfangs mit verschiedenen Transparenten und Plakaten für ein buntes Bild auf der Messepiazza sorgten. Da ließen sich auch die Delegierten auf dem Weg in die Halle sowie die Besucher der angrenzenden Messe Retro Classic mal etwas von deren Botschaften treiben.
Der BUND hatte auch eine Rednertribüne aufgebaut, spielte irgendwann mal auch Musik auf den Platz. BUND-Landesgeschäftsführer Martin Bachhofer stimmte als Moderator zunächst mit einigen Bewegungschoreografien die Anwesenden auf die Kundgebung ein. Doch bei zunehmend einsetzendem Regen hatte er da einen sehr schwierigen Stand. Was an diesem Vormittag zählte, war die Begeisterung darüber, dass doch so viele BUND-Aktivisten zu diesem Zeitpunkt auf der Messe zusammenkamen.