Die Demonstranten ziehen durch die Stuttgarter Innenstadt. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Rund 200 kurdische Demonstranten haben in der Stuttgarter Innenstadt erneut gegen die jüngsten militärischen Handlungen der Türkei im nordirakischen Kurdengebiet demonstriert. Der Protestzug wurde von vielen Polizeikräften begleitet.

Stuttgart - Rund 200 kurdische Demonstranten haben am Samstagnachmittag in der Stuttgarter Innenstadt erneut gegen die jüngsten militärischen Handlungen der Türkei im nordirakischen Kurdengebiet demonstriert. Der von massiven Polizeikräften begleitete Protestzug führte von der Lautenschlagerstraße über Rotebühlplatz, Eberhardtstraße und Marktplatz zum Karlsplatz, wo sich die Versammlung schließlich auflöste. Zwar wurden vereinzelt Pyrotechnik gezündet, laut Polizei kam es, anders als vergangenen Woche, aber zu keinen ernsten Zwischenfällen. „Insgesamt verlief die Demonstration ruhig“, so ein Polizeisprecher.

Forderungen an die EU, Nato und Bundesregierung

Organisator des Protestzuges unter dem Titel „Stoppt den Krieg des NATO-Partners Türkei / Freiheit für alle politischen Gefangenen“ war das Demokratische Kurdische Gesellschaftszentrum Stuttgart. Die Demonstranten machten lautstark darauf aufmerksam, dass die Türkei seit Mitte Juni eine „neue Besatzungsoffensive“ im Nordirak eingeleitet habe. Sie forderten die Europäische Union, die Nato sowie die Bundesregierung auf, „Schritte gegen die Aggressionen der Türkei“ einzuleiten.

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