Einsatz für den Weltfrieden am Montag am Rande des Schlossplatzes Foto: Lg

Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen begann vor 80 Jahren der Zweite Weltkrieg. Daran erinnert der Antikriegstag mit der Demonstration am Schlossplatz, inzwischen mit vielen aktuellen Themen.

Stuttgart - Am 1. September jährt sich zum 80. Mal der deutsche Überfall auf Polen, der völkerrechtswidrige Angriff der deutschen Nationalsozialisten, mit dem der Zweite Weltkrieg begann. Im Hinblick auf den kommenden 1. September haben die Demonstranten der 2004 entstandenen Demo „Stuttgart gegen Hartz-Gesetze, Sozialkahlschlag und Umweltzerstörung – für eine lebenswerte Zukunft!“ am Montag bei ihrer Kundgebung auf dem Schlossplatz die Verschärfungen gegenwärtiger internationaler Konflikte zum Thema gemacht.

Heute gilt der 1. September in Deutschland als Antikriegstag. Dass angesichts der Menschheitsverbrechen der Deutschen von deutschem Boden nie mehr Krieg ausgehen dürfe, scheint heute nicht mehr Konsens zu sein. Kritisiert wurde bei der Demo mit offenem Mikrofon unter anderem US-Präsident Donald Trump, der mit Blick auf den Iran mit dem Säbel rasselt. Mitorganisator und Moderator Lukas Weissert positionierte sich zudem „gegen den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien“. Applaus gab es zudem für die Forderung, sich nicht an Auslandseinsätzen der USA zu beteiligen und Waffenverkäufe zu stoppen. Darüber hinaus sprach man sich gegen die Idee einer Europaarmee aus: Dass die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als Präsidentin der Europäischen Kommission installiert wurde, ist für manchen ein Anzeichen dafür, dass die Idee einer europäischen Armee ­konkretere Züge annehmen wird. Karin Scheller, Betriebsrätin bei Daimler, stellte eine Verbindung von Kriegseinsätzen und alltäglich toleriertem Rassismus her: „Wenn wir nie mehr Krieg haben wollen, darf man auch Alltagsrassismus nicht dulden!“

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