Fahrverbot-Demo mit Initiator Sakkaros auf dem Weg zum Marktplatz Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Nur wenige Hundert Teilnehmer kommen am Samstagnachmittag zu der Demo gegen Fahrverbote auf dem Marktplatz.

Stuttgart - Etwas mehr Teilnehmer hätten der Kundgebung gegen Fahrverbote am Samstag auf dem Marktplatz schon gut getan. Zumal ein großer Zug von Protestierenden kurz vor Veranstaltungsbeginn in unmittelbarer Nähe daran vorbeilief. Doch die waren unterwegs gegen die EU-Urheberrechtsreform. So blieb es bei den etwa 100 Demonstranten eher gesetzteren Alters. Stadtrat Markus Reiners (CDU), der für seinen Parteikollegen Stefan Kaufmann eingesprungen war, hatte den schwersten Stand: „Die CDU in der Stadt tickt etwas anders als die Partei sonst, da wir hier in der Stadt direkt betroffen sind vom Fahrverbot“, stellte er klar: „Wir haben hier Verkehrsprobleme, aber die müssen gelöst werden. Doch die Politik lässt die Bürger orientierungslos.“

Keine kritischen Messwerte

Rose von Stein von den Freien Wählern ergänzte dies mit einigen konkreten Vorschlägen: „Der Korridor für das Fahrverbot muss geändert werden. Denn zwei Drittel der Stuttgarter Bevölkerung leben in den äußeren Stadtbezirken. Dort gibt es nachweislich keine kritischen Messwerte.“

Demo-Initiator Ioannis Sakkaros meinte: „Für die Menschen entscheidend sind die Werte der sekundären Messstationen. Die rechtfertigen keine Fahrverbote.“ Judith Skuldeny von der FDP wünschte sich mehr CDU-Engagement wie das von Reiners. Ihre Position: „Gegen Ideologien. Gegen Fahrverbote. Für die Vernunft“. Die Demonstranten brachten ihre Meinung auf den Punkt: „Grüne weg“ skandierten sie.

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