Die Studierenden beim Protest auf dem Karlsplatz Foto: LICHTGUT/Leif Piechowski/Leif Piechowski

Hohe Studiengebühren aber keine Jobs mehr. Psychische Belastungen. Heimkehr ins Kinderzimmer aus Kostengründen. Studierende haben auf dem Stuttgarter Karlsplatz demonstriert.

Stuttgart - „Ich habe meine Kommilitonen auf dieser Demo kennengelernt“, behauptet ein Schild, dass ein junger Mann auf dem Karlsplatz in die Höhe reckt. Er ist einer von rund 300 Studierenden, die sich dort am Montagabend eingefunden haben, um sich Gehör zu verschaffen – unterstützt von der Künstler:innensoforthilfe Stuttgart.

Hohe Studiengebühren aber keine Jobs mehr. Psychische Belastungen. Heimkehr ins Kinderzimmer aus Kostengründen: Die Probleme, die während der Pandemie aufgetreten sind oder sich zugespitzt haben, sind zahlreich. Unter dem Motto „Studieren – nicht stagnieren“ fordern die Versammelten ein, endlich gehört zu werden. In den Öffnungsplänen der Regierung seien Universitäten, Hochschulen und Akademien gar nicht erst erwähnt worden, merkt Philosophiestudentin Celine an.

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Ein anderer Redner mahnt, wer vom Recht auf Fußball spreche, müsse auch für das Recht auf Bildung eintreten. Verschiedene Faktoren erschwerten das Studium in Corona-Zeiten spürbar. Slogans und Schlagworte wie „Architektur ohne Modellbau“ oder „Online Leeere“ sprechen für sich. Das Zugeständnis, die Regelstudienzeit um ein Semester überschreiten zu dürfen, sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, mahnt ein Studierender aus Konstanz. Es sei an der Zeit für klare Zukunftsperspektiven.

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