Ab dem 1. Januar gibt es am Hölderlinweg in Deizisau einen Parkplatz für Wohnmobile und Wohnwagen. Die Verwaltung hofft, die angespannte Parksituation zu entlasten.
Am Straßenrand abgestellte Wohnmobile und Wohnwagen sind auch in den Wohngebieten Deizisaus ein Ärgernis, da sie über längere Zeiträume öffentlichen Parkraum blockieren. Seit über einem Jahr arbeitet die Deizisauer Gemeindeverwaltung daher an einem Lösungsansatz. Der Parkplatz am Hölderlinweg soll ab dem 1. Januar 2026 zum Wohnmobil- und Wohnwagenparkplatz werden.
„Geplant war ursprünglich, den öffentlichen Parkplatz zu entwidmen und die Stellplätze zu vermieten“, erklärt Nikolaos Georgiadis, Leiter des Sachgebiets Bürger und Ordnung. Aufgrund rechtlicher Bedenken habe sich die Gemeindeverwaltung jedoch letztlich dagegen entschieden. Die Fläche bleibt in öffentlicher Hand, die Parkplätze werden gebührenfrei sein.
„Wir wollten Flächen schaffen, das tun wir jetzt“
Für Deizisaus Bürgermeister Thomas Matrohs ist das zumindest ein Teilerfolg. „Wir wollten Flächen für die entsprechenden Fahrzeuge schaffen, das tun wir jetzt“, sagt er. Etwa acht bis zehn Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile würden auf der Fläche nahe der B 10 künftig zur Verfügung stehen – Pkw seien dort dann nicht mehr erlaubt.
„Wir werden die Situation genau beobachten müssen. Sonst haben wir am Ende noch mehr Wohnmobile im Ort als davor, weil die, die ihre Fahrzeuge jetzt auf der Alb stehen haben, sie dann am Hölderlinweg abstellen“, merkt Daniel Haist (FWG) an. Die Gefahr sei zwar da, dennoch hoffe man, die richtige Zielgruppe mit dem Parkplatz zu erreichen, also diejenigen, die ihr Fahrzeug vor Ort am Straßenrand parken würden, erklärt Matrohs. „Vielleicht müssen wir es als eine Art Testphase betrachten und in zwölf Monaten sehen, wie es weitergeht“, sagt er.
Eine von Gemeinderätin Stefanie Gauch-Dörre (FWG) angeregte Beschränkung der Parkfläche nur für Deizisauer Fahrzeughalter sei rechtlich nicht umsetzbar. „Wenn wir aber merken, dass wir viele auswärtige Wohnmobile dort haben, werden wir prüfen müssen, wie wir mit dem Parkplatz weiter verfahren“, sagt Matrohs.