Die Tage des Altbaus in der Tränke in Degerloch sind gezählt. Foto: Sägesser

Nach einem ewig währenden Gezerre um den künftigen Standort der Feuerwache 5, geht es nun an die Detailplanung. Die Stadt sucht nach einem Architekturbüro, das den Auftrag für den Neubau bekommen soll. Entschieden wird dies im Sommer.

Degerloch/Möhringen - Eine Feuerwehrwache ist kein Gebäude von der Stange. Da sind zum Beispiel die Aufenthaltsräume, Umkleiden und die Küche. Dann gibt es die Fahrzeughallen, die irgendwo zwischen Garage und Autowerkstatt angesiedelt werden können. Kniffliger wird es bei der Desinfektionshalle, der Kommunikationstechnik und der Verkabelung mit der Einsatzzentrale. Hinzu kommen allerlei Normen und Bauvorschriften, über die private Häuslebauer den Kopf schütteln würden. Welches Architekturbüro auch immer den Zuschlag für den Bau der neuen Wache 5 in Möhringen erhält, die Stadt will sicher gehen, dass es damit nicht überfordert ist.

Deshalb „dürfen auch nur Büros mit Erfahrung am Wettbewerb teilnehmen“, sagt der Finanzbürgermeister Michael Föll. Nachdem der Gemeinderat im November einen Neubau an der Sigmaringer Straße beschlossen hat, werden die Unterlagen samt Raumprogramm nun an acht Architekten verschickt. Diese waren vor Längerem ausgewählt worden. Das Verfahren war aber gestoppt worden, nachdem 2014 noch mal darüber diskutiert worden ist, ob der Neubau nicht doch an alter Stelle in der Degerlocher Tränke entstehen sollte. Die Stadt entschied sich aber dagegen. Der zurzeit auf 26,5 Millionen Euro taxierte Ersatz für das marode Degerlocher Gebäude soll auf dem Hansa-Areal gebaut werden.

Sieger soll im Sommer prämiert werden

Über die endgültige Gestaltung des Neubaus soll nun also ein Realisierungswettbewerb entscheiden. Im April, also in drei Monaten, müssen die Büros ihre Entwürfe präsentieren. Vorab werden sich Vertreter noch mal mit der Stadt zu einem Kolloquium treffen, „um Fragen zu stellen und Unklarheiten zu beseitigen“, sagt der Finanzbürgermeister Föll. Dies soll geschehen, damit ein unterlegenes Büro nicht anschließend sagen kann, die Anforderungen hätte man auch anders verstehen können. Ein Preisgericht, in dem acht Experten, vier Stadträte und die drei Bürgermeister Föll, Matthias Hahn und Martin Schairer vertreten sind, werden vermutlich im Juni oder Juli den Sieger prämieren, „auf jeden Fall aber noch vor der Sommerpause“, sagt Föll. Denn vielleicht stimmt die Kostenschätzung ja nicht mit der Realität überein, und die endgültigen Zahlen „brauchen wir für den Doppelhaushalt“. Über den wird Ende 2015 entschieden.

Sollte es zu keinen weiteren Verzögerungen kommen, könnte mit dem Bau im Frühjahr 2017 begonnen werden. Nach zwei Jahren, also irgendwann Anfang 2019, könnte die neue Wache 5 dann ihrer Bestimmung übergeben werden.

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