Die Kursteilnehmer sollen an der Puppe handgriffe üben, die im Notfall Leben retten können. Foto: Rehman

Leben zu retten, ist gar nicht so kompliziert – wenn man zum Beispiel bei Kammerflimmern die richtigen Handgriffe kennt. Der Verein „Degerloch hilft“ hat Schülern erklärt, wie der Defibrillator funktioniert.

Degerloch - Ein bisschen erscheint es wie beim Puppenspielen. Nur sind keine Kinder in der Bereitschaft des Degerlocher Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Schöttlestraße versammelt, die gerade so tun, als wäre ihre Babypuppe beim Arzt. Stattdessen üben Erwachsene bei dem vom DRK Degerloch im Auftrag des Vereins „Degerloch hilft“ organisierten Defibrillatoren-Kurs an einem menschengroßen Puppentorso, wie sie Leben retten können. Es geht darum, die Klebeelektroden an der richtigen Stelle am Körper anzubringen, unter dem rechten Schlüsselbein und der linken Aschselhöhle.

Stromstoß bei Kammerflimmern

Dann analysiert die Software des sogenannten Automatisierten Externen Defibrilators (AED) den Herzrhythmus. Das Gerät entscheidet anhand der Daten, ob – beispielsweise bei Kammerflimmern – ein Stromstoß durch den Körper des Betroffenen gejagt wird, um das aus dem Takt gekommene Herz wieder zu stabilisieren.

An der Veranstaltung nehmen vor allem Lehrer und vereinzelt auch Schüler der Filderschule, der Fritz-Leonhardt-Realschule und des Wilhelms-Gymnasiums teil. Der Verein „Degerloch hilft“ hat in den Turnhallen, die von den Schulen genutzt werden, Defibrillatoren installiert. Nun gibt es im ganzen Bezirk zwölf solcher Geräte. Die Lehrer und Schüler sollen mit den AEDs, die ausdrücklich für den Laienbedarf geeignet sind, vertraut gemacht werden. Ein weiterer Kurs sei möglich, sagt Helgard Woltereck von „Degerloch hilft“.

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