Baustellenumtost: Das Königin-Katharina-Stift will trotzdem nicht weichen – und weiß OB Fritz Kuhn (Grüne) hinter sich. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

In der öffentlichen Diskussion um den Standort des Königin-Katharina-Stifts hat sich OB Fritz Kuhn (Grüne) voll hinter die Schulgemeinschaft gestellt: Der Schulstandort stehe nicht zur Disposition, so Kuhn.

Stuttgart - Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) hat nun erstmals öffentlich eine Bestandsgarantie für den Schulstandort des Königin-Katharina-Stifts abgegeben. „Man kann die Schule nicht gegen die Kultur ausspielen“, sagte der OB am Montag gegenüber unserer Zeitung. Das knapp 200 Jahre alte, traditionsreiche Gymnasium sei „eine bedeutende Kultureinrichtung dieser Stadt“. Er sei nicht bereit, die Schule vorschnellen Überlegungen für eine mögliche Umgestaltung der Kulturmeile zu opfern.

Kuhn reagierte damit auf einen Bericht unserer Zeitung, in dem sich die Schulgemeinschaft für einen Verbleib am derzeitigen Standort Ecke Schillerstraße/Konrad-Adenauer-Straße ausspricht. Ein Versetzen der Schule oder ein Abriss sei ebenso ausgeschlossen wie eine Umwidmung des denkmalgeschützten Gebäudes in ein Verwaltungsgebäude der Staatstheater.

Backes: Haltung der Schule darf nicht der alleinige Maßstab sein

Zu Wort gemeldet hat sich auch der Vereinsvorsitzende der Initiative „Aufbruch Stuttgart“, Wieland Backes. In einer Pressemitteilung hob der Ex-TV-Moderator hervor, „niemand im Verein dachte je daran, über die Köpfe von Lehrern und Schülern hinweg einen neuen Standort zu präferieren oder gar das denkmalgeschützte Gebäude abzureißen.“ Die Haltung der Schule dürfe aber nicht der alleinige Maßstab sein: „Die entscheidende Frage ist: Was ist die beste Lösung für das Ganze – für Stuttgart?“ Backes legt Wert auf die Feststellung, dass die Schule bis vor rund 100 Jahren an der Friedrichstraße platziert gewesen ist. Kuhn hält dagegen: Die Tradition der einst von Königin-Katharina gegründeten Einrichtung sei standortunabhängig.

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