Kultusministerin Eisenmann (CDU) bekennt sich zum Standort. Foto: LG/Kovalenko

Die ehemalige Stuttgarter Schulbürgermeisterin und heutige Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat sich für einen Verbleib des Königin-Katharina-Stifts an der Kulturmeile ausgesprochen.

Stuttgart - Nachdem, wie berichtet, Stuttgarts OB Fritz Kuhn (Grüne) dem Königin-Katharina-Stift den Verbleib am derzeitigen Standort zwischen Schillerstraße und Staatsoper garantiert hat, bekommt das Gymnasium nun auch öffentliche Rückendeckung von der baden-württembergischen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Die frühere Schulbürgermeisterin der Landeshauptstadt, in deren Amtszeit das denkmalgeschützte Gebäude für zehn Millionen Euro saniert und gegen den Verkehrs- und Baustellenlärm schallisoliert worden ist, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, eine Schule mit einem landesweit so hohen Ansehen gehöre selbstverständlich an die Kulturmeile: „Bildung und Kultur sind zwei Seiten einer Medaille – das ist die ­Zukunft unseres Landes.“

Schulstandort verschiedentlich zur Disposition gestellt

Im Zuge der Diskussion über die Sanierung der Stuttgarter Staatsoper und eine damit einhergehende Umgestaltung der sogenannten Kulturmeile zwischen Charlottenplatz und Gebhard-Müller-Platz war der Standort des Gymnasiums zuletzt immer wieder zur Disposition gestellt worden. Die Landtagsfraktion der SPD etwa hatte damit geliebäugelt, das denkmalgeschützte Schulgebäude der Oper als Verwaltungstrakt zur Verfügung zu stellen.

Die FDP-Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat wiederum war mit der Idee vorgeprescht, das Gebäude komplett an die Ecke Schillerstraße/Willy-Brandt-Straße zu versetzen, um so Platz für eine neue Konzerthalle und ein Interimsquartier für die Oper für die Dauer der Sanierungszeit zu schaffen. Auch der neu gegründete Verein „Aufbruch Stuttgart“ um den früheren Fernsehjournalisten Wieland Backes, der sich für ein Kulturviertel rund um Oper und Schauspiel einsetzt, hatte den Standort wiederholt infrage gestellt. Schulleitung, Lehrer und Schüler hatten sich dagegen klar positioniert und für den Verbleib an der Kultur­meile ausgesprochen.

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