Auf der Suche nach Maßnahmen gegen öffentliche Saufgelage in Innenstädten will das baden-württembergische Innenministerium nun Bürger in Heidelberg und Ravensburg befragen. Foto: dpa

Auf der Suche nach Maßnahmen gegen öffentliche Saufgelage in Innenstädten will das baden-württembergische Innenministerium nun Bürger in Heidelberg und Ravensburg befragen.

Stuttgart/Heidelberg/Ravensburg - Auf der Suche nach Maßnahmen gegen öffentliche Saufgelage in Innenstädten will das Innenministerium nun Bürger in Heidelberg und Ravensburg befragen. „Wir wollen die Meinung der Betroffenen erfahren“, sagte Ressortchef Reinhold Gall (SPD) am Sonntag in Stuttgart. Zudem könne die Sichtweise der Befragten helfen, die von der Theorie überlagerte Diskussion zurechtzurücken. Eine Arbeitsgruppe des Innenministeriums soll bis zum Ende des Jahres ein Maßnahmenpaket vorschlagen.

Die Arbeitsgruppe war nach einem Runden Tisch unter Leitung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Januar eingerichtet worden. In den Regierungsparteien gibt es unterschiedliche Meinungen zu den von den Kommunen geforderten Alkoholverboten in Innenstädten. Während Kretschmann und Gall dafür sind, hatten sich Parteitage von Grünen und SPD gegen Alkoholverbote ausgesprochen.

In den kommenden Tagen bekommen rund 2800 Bürger in Heidelberg und 2500 Bürger in Ravensburg einen Fragebogen der Deutschen Hochschule für Polizei. Die Angeschriebenen sollen Fragen zur Attraktivität des Stadtteils, dem Ausmaß von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, Belästigungen durch Müll und Lärm, Erfahrungen zu Straftaten und ihrem Sicherheitsgefühl beantworten. Auch sollen sich die Bürger zu möglichen Gegenmaßnahmen vor Ort äußern. Laut Gall dauert es rund 15 Minuten, den Fragebogen auszufüllen.

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