David Gilmour hat das E-Gitarrenspeil und mit Pink Floyd die Rockmusik maßgeblich mit geprägt. Zu seinem 75. Geburtstag am 6. März haben wir zehn seiner schönste Stücke ausgesucht.
Stuttgart - Syd Barrett, der ursprüngliche Sänger und Gitarrist der englischen Band Pink Floyd, gab 1968 wegen anhaltender psychischer Probleme auf. Für ihm kam David Gilmour, mit dem Pink Floyd sich von einer psychedelischen Underground-Band zu einem der größten Stadion-Acts der Rockgeschichten wandelten. Gilmour teilte sich den Gesang mit dem Bassisten Roger Waters. Seine Gitarrensoli verzaubern die Menschen, in Stuttgart zuletzt 2016 bei Jazz Open auf dem Schlossplatz. Zu Gilmours 75. Geburtstag haben wir eine Liste mit zehn seiner schönsten Songs zusammengestellt – in chronologischer Reihenfolge.
01. A Saucerful of Secrets (1969)
Zum ersten mal griff David Gilmour bei Pink Floyd ins Songwriting ein bei diesem psychedelischen Schwelgen – das Stück gehörte zum Programm der Band bei ihrem legendären Konzert in Pompeji 1972.
02. Atom Heart Mother (Suite) (1970)
Die experimentelle Rockoper mit Orchester und Chor entstand unter Mithilfe des Produzenten Bob Ezrin, der später auch „The Wall“ aufnahm.
03. One of these Days (1971)
Dieses Instrumental ist ein dichter Energiestrom aus Roger Waters’ Bass, Nick Masons Schlagzeug, David Gilmours Gitarre und Rick Wrights Keyboards.
04. Echoes (1971)
Pink Floyd mit Gilmour waren auch eine Prog-Rock- Band, wie diese getragene Hymne zeigt.
05. Time (1973)
Das begnadete Solo auf diesem Stück vom Jahrhundertalbum „Dark Side of the Moon“ markiert Gilmours Einstieg in die Welt der Rock-Gitarrenhelden.
06. Shine on you crazy Diamond (1975)
Zu Ehren von Syd Barret schrieb Roger Waters diesen Text – die Musik ist erfüllt von Gitarrenklängen aller Art, die Gilmours Experimentierfreude zeigen.
07. Wish you were here (1975)
Einige der schönsten Stücke von Pink Floyd sind entstanden, wenn der Paranoiker Roger Waters und der Schöngeist David Gilmour sich auf eine frontale Kollision einließen – so wie bei diesem Evergreen.
08. Dogs (1977)
Der Mensch ist ein Tier, die Frage ist nur, welches: Hund, Schwein oder Schaf? Auf dem Album „Animals“ näherte sich Roger Waters dem irrationalen Wesen Mensch, spürte dabei Urängste und Entfremdung auf, immer verbunden mit der Frage, ob der Wahnsinn dies- oder jenseits der Schallmauer wohnt, in die er seine Beobachtungen musikalisch einbettet. Waters hatte die Band-Regie an sich gerissen, nur bei diesem einen Stück arbeitete Gilmour mit – es sticht musikalisch heraus.
09. Another Brick in the Wall (Pt. 2)
Bei seinem Großwerk „The Wall“ gestattet der zum Diktator gewordene Bassist Roger Waters dem Gitarristen bei einigen wenigen Stücken, sich am Songwriting zu beteiligen. Dieser Evergreen gehört dazu und ist ohne die funky Gitarre kaum denkbar.
10. Comfortably numb (1979)
Wer an Gilmour denkt, denkt zuerst an dieses singende Gitarrensolo, das im Blues wurzelt. Selten kam Schwermut leichtfüßiger daher.