Offenbleibt, wie der USB-Stick von Ulm in den Stuttgarter Raum gelangen konnte (Symbolbild). Foto: imago images/Panthermedia/NomadSoul

In einer Klinik im Stuttgarter Raum taucht ein USB-Stick auf, auf dem sich zahnärztliche Befundberichte von rund 7000 Patienten des Universitätsklinikums Ulm befinden. Der Landesdatenschutzbeauftragte ist über den Fall informiert.

Ulm - Am Universitätsklinikum Ulm ist es zu einer Panne mit Patientendaten gekommen. Ein Zahnarzt der Klinik soll Befundberichte von rund 7000 Patienten auf einen USB-Stick geladen haben, der später bei einer Klinik im Stuttgarter Raum aufgetaucht sei, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Udo X. Kaisers, bei einer Online-Pressekonferenz am Freitag in Ulm. Der namentlich beschriftete Speicherstick sei bei der dortigen Klinik im Fundbüro abgegeben und dann an den Mitarbeiter der Ulmer Uniklinik zurückgeschickt worden. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Daten abgeflossen seien, sagte Kaisers. Die betroffenen Patienten der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie in Ulm sowie betroffene Zahnarztpraxen sollen über den Vorfall informiert werden.

Der Landesdatenschutzbeauftragte sei am 19. Januar über den Vorfall informiert worden. Der Arzt sei nicht befugt gewesen, die Daten auf den Stick zu laden und habe wider besseres Wissen gehandelt, sagte Kaisers. Das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter solle beendet werden und die Klinik behalte sich eine Strafanzeige wegen des Datenschutzverstoßes vor. Wie der USB-Stick mit den Daten zu der Klinik im Stuttgarter Raum gelangt sei, sei bislang unklar. Der Arzt habe angegeben, den Stick in seinem verschlossenen Schreibtisch in Ulm aufbewahrt zu haben. Auch, warum der Klinikmitarbeiter die Daten überhaupt erst auf den Stick geladen habe, müssen noch geklärt werden.

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