Für den Nachweis des Zika-Virus gibt es bereits eine Diagnosetechnik, ein Impfstoff gegen den Erreger ist allerdings noch nicht in Sicht. Foto: dpa

Das Zika-Virus hat sich explosionsartig in Lateinamerika ausgebreitet, auch in Deutschland wurden die ersten eingeschleppten Fälle nachgewiesen. Was wissen die Experten über den Erreger und worüber rätseln noch? Wir haben die Fakten.

Stuttgart/Berlin - Bekannt ist das Zika-Virus bereits seit fast 70 Jahren, doch noch lange ist der Erreger hinreichend erforscht.

Nach neuesten Erkenntnissen ist das Virus außer im Blut auch im Urin und im Sperma feststellbar. Das Fatale ist, dass die Infektionsgefahr durch sexuellen Kontakt möglicherweise auch noch nach dem Abklingen der akuten Symptome besteht.

Gedanken machen sich Fachleute auch über Blutkonserven. Nach einer durchgemachten Zika-Infektion darf – wie beim Denguefieber auch – mindestens vier Wochen kein Blut gespendet werden. Nach Reisen ins Ausland haben Spender Wartezeiten: bei Rückkehr aus Lateinamerika mindestens vier Wochen, aus Malariagebieten sechs Monate.

Das Tropeninstitut in Berlin beantwortet derzeit täglich Dutzende Anfragen besorgter Menschen. Was ist über das Virus bekannt und was sind bisher nur Vermutungen? Wir haben die Fakten für Sie aufgelistet.

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