Gegen Arminia Bielefeld dürfen die Fans des VfB Stuttgart vermutlich in die Mercedes-Benz-Arena. Das könnte sich für kommenden Spiele aber ändern. Foto: Baumann

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rät zu Absagen von Veranstaltungen. Der VfB Stuttgart bereitet sich auf mögliche Spielabsagen vor – und äußert sich zum Spitzenspiel an diesem Montag.

Stuttgart - Der Spieltag in der Fußball-Bundesliga war bereits so gut wie zu Ende gespielt, als Jens Spahn die bisher gängige Praxis in Deutschlands höchster Spielklasse in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus infrage stellte. „Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen“, schrieb der Bundesgesundheitsminister in einem Statement auf Twitter. Er kritisierte zudem die seiner Meinung nach „zaghafte“ Praxis der Behörden und Verbände: „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden.“

Schnell – das könnte auch Folgen für den VfB Stuttgart haben.

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Der Tabellendritte empfängt am Montagabend (20.30 Uhr) zum Abschluss des 25. Spieltags der zweiten Liga. 51 000 Tickets sind bereits verkauft – und die Aussagen Spahns sorgten am Sonntagnachmittag zunächst für Aufregung.

Vorbereitungen für mögliche Geisterspiele

Am frühen Abend meldete sich dann zunächst die Stadt Stuttgart und teilte mit, es ergebe sich derzeit „keine Änderung der bisherigen Einschätzung des Gesundheitsamtes, auch vor dem Hintergrund, dass Freiluftveranstaltungen ein geringeres Risiko darstellen“. Wenig später reagierte auch der VfB Stuttgart und ließ verlautbaren: „Eine Absage des morgigen Spiels ist Stand jetzt nicht geplant.“ Die Entwarnung ist allerdings vorläufig.

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Von der Stadt hieß es, es handele sich schließlich um ein „dynamisches Geschehen“. Mit dem VfB befinde man sich weiter im Austausch. Auch der Verein berichtete von einem „ständigen Austausch mit den zuständigen Behörden und der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Zudem bereite man sich „gemeinsam darauf vor, dass es perspektivisch zu Absagen oder Spielen ohne Zuschauer kommen könnte“. Weiter heißt es: „Ebenso werden wir zusammen mit der Stadt Stuttgart nochmals verstärkt die beschlossenen Maßnahmen zur Infektionsprävention an alle Stadionbesucher kommunizieren.“

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Bisher hat der VfB folgende Informationen veröffentlicht:

– Wenn Sie sich krank fühlen, Kontakt mit erkrankten oder infizierten Personen hatten oder jüngst in einer vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Krisenregion aufgehalten hatten, prüfen Sie bitte, ob Sie das Spiel tatsächlich besuchen wollen.

– Beachten Sie bitte die in der Mercedes-Benz Arena aushängenden Hygieneempfehlungen zur Infektionsprävention.

– Bei der Personenkontrolle an den Stadioneingängen ist dem Ordnungsdienst nach Aufforderung der Rücken zuzudrehen, sodass bei der Kontrolle kein direkter Face-to-Face-Kontakt entstehen kann. Bitte berücksichtigen Sie, dass dieses Prozedere eine längere Kontrolldauer mit sich bringen wird.

– Das Mitführen von Handdesinfektionsmitteln ist bis zu einer Flaschen-/Packungsgröße von 100 ml erlaubt.

– Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass den Spielern empfohlen wurde, bis auf Weiteres auf Selfies, das Autogramme-Geben sowie das Abklatschen nach Abpfiff zu verzichten.

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