Die Speckknödel serviert man mit reichlich Pilzsoße. Foto: /Weier

Wir kochen daheim – vermissen aber ungemein die Küche der Alpen, die wir sonst um diese Jahreszeit auf den Skipisten genossen haben. Weil der Skiwinter bisher ausfällt, bringen wir mit Speckknödeln die Hüttenkost nach Stuttgart.

Stuttgart - Manche kulinarischen Genüsse brauchen unbedingt die nötige Umgebung. Der Glühwein zum Beispiel die beleuchteten Buden eines Weihnachtsmarkts. Die Rote Wurst schmeckt am besten auf dem Fußballplatz. Austern würzt man am besten mit einer frischen Meeresbrise, ohne die Retsina, dieser harzige Wein aus Griechenland, mir lange untrinkbar vorgekommen ist.

Der Skiurlaub ist in weiter Ferne

Eine ganz besondere Atmosphäre gibt es auf der Hütte in den Bergen. Hier hängt es natürlich auch mit den sportlichen Leistungen zusammen, die der Mensch in der Regel erzielt, bevor er dort Platz nimmt. In diesem Jahr nun scheint der Skiurlaub in weiter Ferne. Deshalb bringen wir heute ein Rezept, mit dem man sich etwas Hüttengefühl in der eigenen Küche zaubern kann. Kaiserschmarrn ist sicher eines der beliebtesten Essen auf der Hütte, aber direkt dahinter kommen alle Arten von Knödeln. Die Kaspressknödel gefallen schon wegen des hübschen Wortes, es gibt auch Spinatknödel – und natürlich die Speckknödel. Diese gehen auch wunderbar ohne auf dem Berg zu sein.

Allein schon, weil man hier sehr gut altes Brot oder alte Brötchen verarbeiten kann. Und mit einer schönen Pilzrahmsoße schmeckt das im Winter auch in Stuttgart sehr gut.

Die Zutaten für vier Personen

300 g Brot

2 Eier

150 g Speck

1 Bund Petersilie

200 ml Milch

2 Schalotten

Butter, Pfeffer und Salz

Für die Soße:

500 g Pilze (gemischt), zum

Beispiel Kräuterseitlinge oder

einfache Champignons, es dürfen

aber auch edle Pfifferlinge oder

Steinpilze sein

250 ml Sahne

200 ml saure Sahne

1 Zwiebel

Butter, Pfeffer und Salz

Die Zubereitung

Das Brot klein schneiden, Milch erhitzen und über das Brot gießen und einweichen lassen. Zwiebel und Speck in kleine Würfel schneiden und in Butter andünsten, dann gehackte Petersilie dazu geben. Die Zutaten sollen keine Farbe annehmen. Mit dem Brot vermischen, die Eier ebenso. Würzen. Wenn die Masse zu flüssig ist, etwas Mehl untermischen. Knödel formen und diese in kochendem Salzwasser zehn Minuten ziehen lassen.

Für die Soße die Zwiebel würfeln, in Butter anbraten. Die klein geschnittenen Pilze dazu geben und angehen lassen. Dann die Sahne dazu geben und würzen. Die saure Sahne ganz am Schluss unterrühren, dann aber nicht mehr kochen.

Der Kochtipp

Hobbykoch
Michael Weier hat mal von einer bayerischen Köchin gelernt, wie man Semmelknödel produziert. Vor dem Formen immer die Hände nass machen, so gelingen die Knödel perfekt.

Der Weintipp

Gastgeber
Michael Weier hat zu den Speckknödeln in Südtirol mal einen Vernatsch empfohlen bekommen, also kann man mit einem Trollinger nicht falsch liegen. Einen ganz besonderen macht das Weingut Warth, nämlich den Bartholomäus (14,80 Euro).

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