Der Weltweihnachtscircus auf dem Wasen in Bad Cannstatt Anfang Dezember 2023. Foto: LICHTGUT/Max Kovalenko

Weltpolitik als Oper? Mitsingen auf der Rollschuhbahn? Da geht noch mehr! Bis hin zum Daumendrücken für die Stuttgart Rebels.

Die Schulferien enden an diesem Sonntag – sprich: Es wird wieder eng in Stuttgart. Ein guter Grund, das Wochenende zu genießen – ob auf dem Kurs des Grünen U, im Weltweihnachtscircus-Zelt der Sensationen oder bei den Eishockey-Cracks der Stuttgart Rebels.

 

Eishockey-Fieber

Zum Ferienausklang noch einmal richtig mitfiebern und vielleicht gar auch nicht nur sinnbildlich mitzittern? Der Besuch der Eiswelt Stuttgart lohnt immer – an diesem Freitag aber ganz besonders: In der Eishockey-Oberliga spielen die Stuttgart Rebels gegen die Memmingen Indians (ECDC Memmingen). Anpfiff ist um 20 Uhr auf der Waldau. Der Aufsteiger und Tabellenletzte kämpft um den Anschluss – da kommt jede Unterstützung recht.

Dreikönigs-Klänge

Mit Ambitionen für ein Konzerthaus auf dem Rilling-Areal in Bad-Cannstatt („Neckarphilharmonie“) sorgte das Stuttgarter Kammerorchester zum Jahresende 2023 für einen kommunalpolitischen Paukenschlag. An diesem Dreikönig-Samstag will das Orchester unter Chefdirigent Thomas Zehetmair musikalisch begeistern – im Beethovensaal der Liederhalle spielt das Kammerorchester Stücke von Albert Roussel („Sinfonietta“), Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns. Bei Roussel und Saint-Saëns sorgt Starflötist Emmanuel Pahud für einen eigenen Ton. Beginn ist bereits um 17 Uhr.

Wintertraum-Finale

Nicht alle jubeln, wenn der Wintertraum auf dem Stuttgarter Schlossplatz eröffnet. Doch sehr viele sind traurig, wenn die kleine Budenstadt mit Rollschuhbahn wieder abgebaut wird. An diesem Samstag ist Schluss – und damit endet zugleich eine Jubiläumsausgabe, der man im 25. Jahr unbedingt weniger Regen und tiefere Temperaturen gewünscht hätte. Noch einmal also die Rollschuhe schnüren und ohne Zeitlimit sehen und gesehen werden. Oder am Sonntag eine letzte Runde im Riesenrad drehen. Spätestens, wenn der Schlossplatz nächste Woche im Januar-Blues versinkt, steigt die Vorfreude auf den nächsten Wintertraum.

Wintertraum-Freuden Foto: BB/ Benjamin Beytekin

Sensations-Jubiläum

Es gibt großartige Jahre mit dem Weltweihnachtscircus in Stuttgart – und es gibt unfassbar gute Jahre. Das aktuelle Gastspiel ist in der Perlenkette der Hochkaräter nahezu unbeschreiblich. Großartig zudem die Inszenierung. Doch auch diese Faszination muss enden – an diesem Sonntag. Grund genug, die Zusatzshows zu nutzen, um doch noch in das Zusammenspiel der Sensationen eintauchen zu können. Die allerletzte Möglichkeit? Gibt es an diesem Sonntag um 17 Uhr.

Politik-Künste

Wie kann der Staatsbesuch des US-amerikanischen Präsidenten Richard Nixon bei Chinas unumschränktem Lenker Mao Tse-tung von 21. bis 28. Februar 1972 Stoff für eine Oper werden? Der US-Komponist John Adams hat es Mitte der 1980er Jahre gewagt und „Nixon in China“ 1987 zur Uraufführung gebracht. Eine gefeierte Interpretation der Minimal-Music-Oper lieferte 2019 Regisseur Marco Storman an der Staatsoper Stuttgart. An diesem Sonntag, 7. Januar, um 19 Uhr kommt „Nixon in China“ im Opernhaus Stuttgart erneut auf die Bühne – im richtigen Moment als Analyse der Macht der Bilder, der Politik der Inszenierung und der Inszenierung der Politik.