Gary Anderson steht erneut im Finale der Darts-WM. Foto: dpa

Der Schotte Gary Anderson hat im Halbfinale seinen Landsmann Peter Wright geschlagen. Nun will er sich seinen dritten Titel in Folge holen.

London - Gary Anderson greift bei der Darts-WM in London nach seinem dritten Titel in Folge. Der 46 Jahre alte Schotte bezwang im Halbfinale seinen Landsmann Peter Wright 6:3, im Endspiel am Montag (21.00 Uhr/Sport1) bekommt er es entweder mit Michael van Gerwen oder Raymond van Barneveld zu tun. Die Niederländer treffen am späten Sonntagabend aufeinander.

Am ersten Halbfinalabend in der Geschichte der WM nach Version des Verbandes PDC (seit 1994) ohne englische Beteiligung sahen die 3000 Zuschauer im Alexandra Palace eine über weite Strecken ausgeglichene Partie. Anderson ging zwar schnell 3:1 in Führung, weil Wright zu häufig die Doppelfelder beim Auschecken verfehlte, doch der Paradiesvogel mit der blauen Haarpracht und dem Spitznamen Snakebite steigerte sich.

Anderson präsentierte sich nervenstärker

Beide Kontrahenten spielten einen Drei-Darts-Schnitt im Bereich der 100 Punkte, Anderson präsentierte sich jedoch nervenstärker, als es darauf ankam. Damit hat der „Flying Scotsman“, wie Anderson von der PDC genannt wird, 160.000 Pfund (ca. 187.000 Euro) an Preisgeld sicher. Wright darf sich mit der Hälfte trösten. Der WM-Champion kassiert in diesem Jahr 350.000 Pfund (ca. 410.000 Euro).

„Ich fühle mich wirklich gut und habe viel Selbstvertrauen“, sagte Anderson, gab jedoch zu, im Halbfinale besonderen Druck verspürt zu haben: „Dabei ging es so gut los, aber irgendwann hat Peter besser ins Spiel gefunden.“ Dass es trotz seiner Schwäche auf das Doppel-20-Feld zum Sieg reichte, lag vor allem an Wright, der gar nicht erst nach Ausreden suchte. „Ich hatte einige Probleme. Ich habe einfach nicht gut genug gespielt“, sagte der 46-Jährige. Anderson hatte 2015 seinen ersten WM-Titel gegen den englischen Rekordweltmeister Phil Taylor gewonnen, im vergangenen Jahr setzte er sich gegen Adrian Lewis (England) durch.

Taylor schied am Freitag gegen seinen Dauerrivalen van Barneveld aus, trat Gerüchten über sein nahes Karriereende jedoch entgegen. „Ich höre nicht auf. Ich bin entschlossen, hart zu arbeiten und mich zu verbessern. Ich werde es im nächsten Jahr wieder versuchen.“

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