Wolfgang Bernhard, Dieter Zetsche und Bodo Uebber (von links). Foto: dpa

Der Stuttgarter Autokonzern Daimler gibt sich bei der Nachbesetzung seines Finanzschefs Zeit. Über die Nachfolge von Bodo Uebber muss erst noch entschieden werden.

Stuttgart - Der Automobilkonzern Daimler lässt die Nachfolge von Finanzchef Bodo Uebber zunächst offen. Darüber werde der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit entscheiden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zuvor hatte der Konzern mit der Nachricht überrascht, dass der 59-Jährige seinen noch bis Dezember 2019 laufenden Vertrag nicht verlängern möchte. Uebber war seit 2004 Finanzchef des Konzerns. „Es ist mir nicht leicht gefallen. Aber jetzt ist für das Unternehmen der richtige Zeitpunkt, auch meine Aufgaben in jüngere Hände zu legen“, begründete Uebber laut Mitteilung seine Entscheidung.

Der Abgang trifft Daimler mitten in einer Umbauphase: Bei der Hauptversammlung im Mai 2019 sollen die Aktionäre über die neue Holding-Struktur des Konzerns abstimmen. Ausgearbeitet werden soll das neue Konzept ausgerechnet in Uebbers Ressort.

Erst Ende September hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche angekündigt, sein Amt zur Hauptversammlung 2019 abzugeben. Seine Nachfolge tritt Forschungs- und Entwicklungsvorstand Ola Källenius an. Zetsche will nach einer sogenannten Abkühlungsphase 2021 in den Aufsichtsrat wechseln. Ob Uebber nun noch bis Ende 2019 bleiben wird oder auch zur Hauptversammlung ausscheidet, ist offen.

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