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Mitarbeiter des Autoherstellers Daimler am Standort Sindelfingen haben am Mittwoch wegen der geplanten Verlagerung der C-Klasse-Produktion nach Bremen und ins Ausland spontan die Arbeit niedergelegt.

Sindelfingen - Mitarbeiter des Autoherstellers Daimler am Standort Sindelfingen haben am Mittwoch wegen der geplanten Verlagerung der C-Klasse-Produktion nach Bremen und ins Ausland spontan die Arbeit niedergelegt. Sie wollten gemeinsam beim Werksleiter anfragen, wie er die Beschäftigung sichern wolle, sagte eine Sprecherin der IG Metall Stuttgart. Wie viele Mitarbeiter an der Aktion beteiligt seien, sei noch unklar. Die Sprecherin kritisierte die Verlagerung als "Fehlentscheidung". Die IG Metall verlange ein "tragfähgies Konzept zur Beschäftigungssicherung".

Obwohl der Standort Sindelfingen im Gegenzug die Montage des SL-Modells übernehmen solle, entstehe eine Überkapazität von rund 1800 Mitarbeitern, schätzte die Sprecherin. Diese Stellen sowie Arbeitsplätze bei zahlreichen Zulieferern seien in Gefahr. "Wir wollen eine Beschäftigungsgarantie über 2015 hinaus und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen", sagte die IG Metall-Sprecherin. Bis 2015 soll die Verlagerung der C-Klasse-Produktion abgeschlossen sein. Der Betriebsrat will Anfang kommender Woche mit dem Management darüber sprechen, wie die Beschäftigung in Sindelfingen gesichert werden kann.

Bereits am Dienstag hatten mehr als 12.000 Mitarbeiter aus Protest gegen die Verlagerung von Teilen der C-Klasse-Produktion in die USA zeitweise das Werk lahm gelegt. Die volumenstarke C-Klasse wird nach Angaben von Daimler künftig zu 60 Prozent in Bremen, zu 20 Prozent in Tuscaloosa (USA), zu 10 Prozent in China und zu 10 Prozent in Südafrika gebaut.

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