Das Auto muss einen Tag in die Werkstatt, um den kompletten elektrischen Antriebsstrang an der Vorderachse auszutauschen. Foto: AP/Thibault Camus

Der EQC ist das erste Modell der neuen reinen Elektroautos von Mercedes. Kurz nachdem die Produktion angelaufen ist, muss Daimler nun 1700 Modelle in die Werkstätten beordern.

Frankfurt - Bei der erst in diesem Jahr angelaufenen Produktion des neuen Elektroautos von Mercedes EQC ist schon ein Rückruf notwendig. Daimler muss 1700 EQC zurück in die Werkstätten beordern, teilte ein Sprecher am Dienstagabend mit.

Damit bestätigte das Unternehmen einen Bericht des Fachblatts „kfz-betrieb“. Bolzen im Vorderachs-Differentialgetriebe könnten demnach brechen und das Getriebe blockieren oder beschädigen. Das Auto müsse einen Tag in die Werkstatt, um den kompletten elektrischen Antriebsstrang an der Vorderachse auszutauschen.

Das erste Modell der neuen reinen Elektroautos

Den elektrischen Antriebsstrang für den ersten Lebenszyklus des EQC verkauft der Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen an Daimler. Derzeit verhandelt der Betriebsrat in Daimlers Motorenwerk in Stuttgart-Untertürkheim mit der Werkleitung und dem Unternehmen darüber, ob der Antriebsstrang und alles was dazugehört künftig am Neckar gemacht wird. Betriebsratschef Michael Häberle und seine Kollegen fordern, dass Daimler dieses Herzstück der Elektroautos selbst macht und nicht an einen Zulieferer vergibt. Mit einer Entscheidung wird bis Ende des Jahres gerechnet.

Lesen Sie hier das Interview: Betriebsratschef will Elektromotor nach Untertürkheim holen

Der EQC ist das erste Modell der neuen reinen Elektroautos der Marke mit dem Stern. Für den europäischen Markt wird er seit Mai im Werk Bremen gebaut. Weitere Produktionsstandorte in Deutschland, China und den USA sollen später hinzukommen. Mercedes hatte in diesem Jahr bereits mit erheblichen technischen Problemen bei Produktanläufen für SUVs in den USA zu kämpfen.

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