Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht: Daimler-Mitarbeiter dürfen sich nicht ausgeliefert fühlen. Foto: picture alliance / dpa/Bernd Weissbrod

Der Daimler-Vorstand ruft Führungskräfte auf, den geplanten Jobabbau gegenüber ihren Mitarbeiten rigoros durchzusetzen. Nun spricht sich der Betriebsrat gegen den Aufbau von „Drohkulissen“ aus.

Stuttgart - Der Daimler-Betriebsrat lehnt „Drohkulissen“ beim geplanten Stellenabbau des Konzerns ab. Es gelte nach wie vor: „Niemand muss gehen und es zählt die doppelte Freiwilligkeit“, erklärte Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht. Drohkulissen werde man nicht zulassen.

Brecht reagierte damit auf einen Bericht unserer Zeitung über ein internes Schulungspapier, das Führungskräfte aufruft, Druck auf Mitarbeiter auszuüben, damit sie Daimler verlassen. Brecht rät Beschäftigten, bei den Gesprächen einen Betriebsrat hinzuzuziehen. „Wir werden vermeiden, dass Mitarbeiter sich schutzlos ausgeliefert fühlen“, so Brecht.

Der Vorstand hatte Führungskräfte aufgerufen, den Personalabbau entschlossen durchzusetzen. Wer stur bleibt, dem solle die Botschaft übermittelt werden, es könne sein, dass sich „alles für dich verändert. Dann musst du in Zukunft sehen, wie du mit dieser Unsicherheit im beruflichen Umfeld umgehen kannst.“ Zudem müssten Auswirkungen der Situation auf die Gespräche zur Leistungsbeurteilung geprüft werden.

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