In Sindelfingen sollen zukünftig Batterien montiert werden. Foto: dpa

Der Autokonzern baut seine Batterie-Kapazitäten aus. Dies ist dringend notwendig, um den Industriestandort Baden-Württemberg zu stärken und von China unabhängig zu bleiben.

Stuttgart - Dass Daimler mit dem Ausbau seines Produktionsnetzwerkes für E-Autos zügig vorankommt, ist erfreulich – aber auch dringend notwendig. Denn der Batteriebedarf wird in den kommenden Jahren stark ansteigen. Schon jetzt heißt es hinter vorgehaltener Hand, dass sich wegen der E-Offensive bei den Batterien eine Knappheit abzeichnet.

Überraschend dabei ist, dass Daimler neben Untertürkheim nun auch das Werk Sindelfingen an seiner Batterie-Strategie beteiligt. Schließlich arbeiten die Sindelfinger Beschäftigten bisher nicht am Antriebsstrang mit. Ein Jobwunder ist deshalb zwar nicht zu erwarten, aber strategisch ist es für die hiesigen Mercedes-Werke extrem wichtig, auch bei den Komponenten, die die Mobilität zukünftig braucht, einen Fuß in der Tür zu haben.

Dass es überhaupt gelungen ist, E-Komponenten nach Baden-Württemberg zu holen, ist als großer Erfolg der Betriebsräte zu werten. Denn Daimler-Chef Dieter Zetsche hat mehr als deutlich gemacht, dass er die Teile lieber zukaufen würde. Von der Arbeit der Betriebsräte aber profitiert nicht nur der Daimler-Konzern, sondern das gesamte Autoland Baden-Württemberg. Denn wenn das Land keine eigene Kompetenz beim Auto der Zukunft aufbaut, läuft es Gefahr, sich von Zulieferern aus China abhängig zu machen.