In Untertürkheim werden Motoren gefertigt, auch die Konzernzentrale ist hier. Foto: dpa/Fabian Sommer

Das Daimler-Motorenwerk in Untertürkheim kämpft darum, den elektrischen Antriebsstrang zu fertigen. Nun macht der Gesamtbetriebsrat ebenfalls Druck auf das Unternehmen.

Der Gesamtbetriebsrat von Daimler hat sich mit seinem Motorenwerk in Untertürkheim solidarisiert. Dort laufen derzeit Verhandlungen darüber, ob Daimler den elektrischen Antriebsstrang (EATS) für künftige Lebenszyklen der Elektroautos selbst fertigt oder ihn von einem Zulieferer einkauft. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Michael Brecht forderte das Unternehmen dazu auf, „unverzüglich mit dem Betriebsrat Untertürkheim zu vereinbaren, den elektrischen Antriebsstrang am Standort Untertürkheim zu entwickeln, zu montieren sowie Teile des elek­trischen Antriebsstrangs dort zu fertigen“.

Betriebsrat ist optimistisch

Sein Stellvertreter Ergun Lümali betonte: „Eine Entscheidung gegen den Standort Untertürkheim ist gleichzusetzen mit einer Entscheidung gegen die Zukunft aller deutschen Standorte.“ Eine Fremdvergabe sei „nicht tolerierbar“. Der EATS für die aktuellen Baureihen des Elektro-SUV namens EQC wird von dem Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen gefertigt.

In einem Interview mit unserer Zeitung hatte sich Michael Häberle, der Betriebsratsvorsitzende in Untertürkheim, Ende September noch optimistisch gezeigt: „Wir haben die Voraussetzungen bereits gelegt, indem wir die Fertigungstiefe zugunsten von zukunftsträchtigen Produkten verringert haben“, sagte er.

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