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Da geht’s lang! Der VfB Stuttgart tingelt künftig durch die zweite Fußball-Bundesliga – wir sind dabei. In völlig subjektiven Betrachtungen stellen wir die künftigen Spielorte vor. Heute: Aue. Heute: Dresden.

Dresden -

Ein weiter Himmel, mildes Abendlicht, ein sanft dahinfließender Strom und eine barocke Kulisse – das Gemälde „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke“ kennt wohl jeder. Canaletto hat damit 1748 den Mythos vom Elbflorenz geprägt. Auch wer heute in die sächsische Hauptstadt kommt, wird überwältigt sein: Zwinger, Frauenkirche, Semperoper, Theaterplatz, Hofkirche, Albertinum, Grünes Gewölbe – man kann sich kaum satt sehen an der Pracht. Dazu die bunte Neustadt auf der anderen Elb-Seite, die den Kontrast zum Postkartenpanorama bildet: „Nu“, wie der Sachse sagt, Dresden ist fast zu schön um wahr zu sein.
Nach dem Krieg war die Stadt zerstört, am Boden. Auch zur DDR-Zeit erholte sie sich nie wirklich. Heute boomt sie, trotz Pegida. „Auferstanden aus Ruinen“ hieß die Hymne der DDR. Für Dresden gilt dies seit der Wende tatsächlich. Immer mehr Menschen zieht es hierher, auch Touristen. Für VfB-Fans gibt es viel zu bestaunen. Ein blaues Wunder aber hoffentlich nur beim Besuch der Loschwitzer Brücke
„Auferstanden aus Ruinen“ ist auch Dynamo Dresden. Vor einigen Jahren noch kurz vor der Insolvenz, steht der Kult-klub des Ostens heute wieder gut da. Dank Sparkurses, cleverer Transfers und nicht zuletzt der Solidarität der Fans – die Mitglieder spendeten über eine freiwillige Umlage mehr als eine Million Euro – gelang nun der Aufstieg in die zweite Liga. Vielleicht sollte sich der VfB hiervon eine Scheibe abschneiden. Dann könnte es glatt mit dem Wiederaufstieg klappen.
 

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