Die Messe Stuttgart war offenbar Ziel einer Hackerattacke. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Das Unternehmen war am Dienstag per Mail nicht zu erreichen. Eine entsprechende Mitteilung kam am Dienstagnachmittag per Fax.

Stuttgart - Wer die Messe Stuttgart derzeit per Mail erreichen will, der läuft ins Leere: „Die Messe Stuttgart ist unverschuldet Opfer eines gezielten Cyberangriffs geworden. Teile unseres Kommunikationsnetzes sind deshalb aktuell gestört oder wurden aus Sicherheitsgründen zum Teil deaktiviert“, heißt es am 3. September auf einem Fax des Unternehmens. Auch auf der Homepage steht ein entsprechender Hinweis. Ein Sprecher erläuterte, die E-Mail-Kommunikation sei seit Montagmorgen gestört. Die Polizei sei darüber frühzeitig informiert worden. Das Landeskriminalamt sowie die Kriminalpolizei Esslingen hätten bereits „umfangreiche Maßnahmen zur Strafverfolgung eingeleitet“.

Derartige Meldungen häufen sich in Stuttgart, sei es von Behörden, Vereinen oder Unternehmen. Der Mieterverein etwa weist darauf hin, dass „aus Sicherheitsgründen nur E-Mails bearbeitet werden, die eindeutig identifizierbar sind“. Dazu gehören im Betreff Nachnamen und Mitgliedsnummer, bei Anhängen nur gängige Formate.

Anderen haben derartige Maßnahmen nicht geholfen. Etwa dem Staatstheater, dessen Kartensystem blockiert war, das sich sogar gezwungen sah, Lösegeld zu bezahlen für die Auflösung einer Cyberblockade. Nicht erreichbar war in diesem Jahr auch schon der Buchgrossist Osiander mit seinen Filialen in der Stadt.

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