Dank des Verkaufs einer Lizenz für Covid-19 Impfstoffe kommt wieder Geld für die Arbeit in den nächsten Jahren in die Kasse. Curevac will sich nun aber auf andere Bereiche konzentrieren.
Das Tübinger Biopharma-Unternehmen Curevac sieht sich für die nächsten Jahre auf einer sicheren finanziellen Grundlage. Dies ist vor allem einem Verkauf von Lizenzen für einen Covid-Impfstoff an den britischen Pharmakonzern Glaxo Smith Kline zu verdanken. Dieser brachte 400 Millionen Euro in die Kasse. Damit könne die Forschung und Entwicklung in „vielversprechenden Bereichen ausgebaut werden“ erklärte Vorstandschef Alexander Zehnder. Curevac konzentriert sich jetzt auf Mittel etwa gegen Krebs oder Harnweginfektionen. Aus der Forschung an Covid-Impfstoffen hat sich Curevac verabschiedet.
Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten bis 23. September auf 520 Millionen Euro nach 31 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies war in erster Linie dem Patentverkauf zu verdanken. Das Ergebnis vor Steuern wuchs von Minus 173 Millionen Euro auf 229 Millionen Euro. Auch der Betriebsratsvorsitzende Heiko Klever hält es für realistisch, dass die Finanzierung gesichert ist. Von den 450 Mitarbeitern, deren Stellen gestrichen werden, seien 150 ausgeschieden, der Rest folge bis Ende des Jahres. Betriebsbedingte Kündigungen habe es nicht gegeben. Eine neue Produktionsanlage wird nun für kleine Mengen von Medikamenten für klinische Studien genutzt. Ein entsprechendes Mittel hat Curevac aber noch nicht. Ursprünglich wollte man dort Covid-19-Impfstoffe herstellen.