Die kanadische Provinz British Columbia ist bekannt für ihre atemberaubende Natur. Foto: dpa

800 Hektar eines kanadischen Fjords standen unlängst zum Verkauf. Das interessierte vor allem Unternehmen der Holzindustrie. Dank einer Fülle freiwilliger Spenden konnte der Fjord nun gerettet werden.

Stuttgart - Beinahe unberührt und wahrlich malerisch ist der Princess Louisa Inlet Fjord in Kanada. Diese Idylle war allerdings unlängst noch in Gefahr. Wie unter anderem das kanadische Nachrichtenportal CBC berichtete, standen rund 800 Hektar des Landes standen zum Verkauf, was besonders Unternehmen aus der Holzindustrie interessierte. Mithilfe freiwilliger Spenden konnte nun ein Verein das Gebiet kaufen und so den Fjord in der Provinz British Columbia vor seiner Zerstörung retten.

Als klar wurde, dass der Fjord zum Verkauf steht, wandten sich viele Bürger an die „BC Parks Foundation“ und baten um Hilfe. Der Verein konnte zwar einen Verkaufspreis mit dem privaten Landbesitzer aushandeln, hatte allerdings nicht die finanziellen Mittel, zu bezahlen. Mithilfe von Crowdfunding konnten nun die benötigten drei Millionen kanadische Dollar, umgerechnet 2,06 Millionen Euro, gesammelt werden. Das Stück Land soll nun offiziell als Park anerkannt werden.

Heimat von Grizzlybären, Ziegen und Adlern

Im Gebiet des Princess Louisa Inlets leben Grizzly Bären, Ziegen, Adler und viele weitere, teil gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Die Region ist weitläufig unberührt, es gibt nur wenige Straßen. Der Fjord liegt ungefähr 100 Kilometer nordwestlich der Stadt Vancouver. Langfristig will die „BC Parks Foundation“ auch das umliegende Land kaufen und es so vor industrieller Ausbeutung schützen.

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