Neben den Meet & Greets gab es auch Live-Musik von den Influencern. Foto: Simon Granville

Das Residenzschloss Ludwigsburg wurde am Sonntag zum Treffpunkt für Influencer und ihre Fans. Der erste Creator Day im Rahmen der 12. KSK Music Open brachte mehr als 35 Content Creator zusammen – darunter Lewinray, der zahlreiche Besucher anlockte.

Eine neue Generation von Social-Media-Stars hat Ludwigsburg zum Mittelpunkt einer Premiere gemacht: Der Creator Day fand erstmals im Rahmen der KSK Music Open statt und verwandelte das Residenzschloss in einen Treffpunkt für mehr als 35 Influencer und ihre Fans. Zwischen 14 und 22 Uhr wurden den Besuchern am Sonntag Meet & Greets, Live-Musik sowie Tanz- und Zaubershows geboten.

 

Im Zentrum des Geschehens stand Lewinray, ein Influencer und Musiker aus Reutlingen und Organisator der Veranstaltung. Mit 2,7 Millionen Followern auf TikTok und 1,2 Millionen Abonnenten auf YouTube hat er eine ziemlich große Online-Präsenz, wodurch er viele Besucher anlockte. Bereits vor 14 Uhr bildete sich eine lange Schlange von Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Familien ungeduldig auf den Einlass warteten.

Großer Andrang junger Fans

Kaum hatten sich die Tore zum Hof des Residenzschlosses und später der Platz vor der Bühne geöffnet, stürmten die jungen Fans los. Sobald sie Lewinray hinter der Bühne erblickten, brach Jubel aus, und sie riefen nach ihm. Der 21-Jährige ließ sich nicht lange bitten, kam auf die Bühne und begrüßte sie. Auch als er später durch die Menge lief, gab es für die Fans kein Halten mehr: Sie liefen ihm hinterher, in der Hoffnung, mit ihm sprechen oder ein Bild machen zu können.

Die Fans nutzen die Chance beim Meet & Greet nicht nur für Fotos, sondern auch für Autogramme. Foto: Simon Granville

Später bot das Meet & Greet die Gelegenheit dazu. Aufgeteilt auf fünf Stände hatten die Influencer jeweils eine Stunde Zeit, um sich mit den Zuschauern fotografieren zu lassen und Autogramme zu geben. Doch nicht für alle Fans reichte die Zeit. „Es ist unmöglich, mit allen Fotos zu machen“, sagte der 19-jährige Content Creator Finnel, der mit zwölf Jahren angefangen hat, Videos zu drehen. „Irgendjemand ist immer unglücklich am Ende, aber wir haben das Beste gegeben.“ Den Fans gefiel das Programm trotzdem.

Vom Fan zum Star

Auch die Influencer waren begeistert. „Es fühlt sich surreal an, weil ich selbst mal eines dieser Kinder war, die YouTuber cool fanden“, sagte Finnel. „Und jetzt ist man selbst in der Position. Das ist mega schön.“ FittiHollywood, der seit über einem Jahrzehnt in der Social-Media-Welt aktiv ist, freute sich ebenfalls über die Resonanz: „Es ist extrem elektrisierend, wenn man auf der Bühne steht und die Begeisterung der Leute sieht.“

Auch Lewinray war überwältigt, dass nach einem Jahr Planung sein erstes eigenes Event Realität wurde. „Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie das Feeling ist“, sagte er. „Es ist einfach nur krass.“ Erfreut war er über die Unterstützung und Solidarität seiner Kollegen. Alle Influencer seien ohne Gage gekommen und hätten das Event auf „Ehrenbruderbasis“ unterstützt, sagte Lewinray. Ein Highlight war für ihn sein erster Liveauftritt mit seinem Lied „Hol mich raus“.

Seit Corona fehlen solche Veranstaltungen

Die Idee zu diesem Event sei bei seinen früheren Fantreffen entstanden, bei denen er gesehen habe, dass Fans teilweise vier bis sechs Stunden angereist seien, um ihn zu treffen, erzählte Lewinray. Das habe ihm gezeigt, dass es eine große Nachfrage gebe. Ähnliche Veranstaltungen wie die Videodays oder die Glowmesse habe es früher schon gegeben, „aber nach der Corona-Pandemie hat es irgendwie keiner mehr gemacht. Und dann dachte ich mir: Warum mache ich das nicht selbst?“

Ab 17.30 Uhr gab es auf der Bühne auch Livemusik von den Influencern selbst. Foto: Simon Granville

Das Residenzschloss Ludwigsburg habe er sich als Veranstaltungsort ausgesucht, „weil das die naheliegendste und coolste Location war“. Verschiedene Hallen, die er sich vorher angeschaut hatte, wären nicht „das Wahre“ für sein erstes Event gewesen. „Dann sind wir auf das Schloss Ludwigsburg gekommen, und das Ambiente erklärt sich von selbst, glaube ich.“

Trotz des Drucks und der Herausforderungen ist Lewinray stolz auf das Ergebnis. „Es war viel Arbeit und Stress. Aber der Moment, wenn ich sagen kann: ,Die Zuschauer und meine Influencer-Freunde waren zufrieden und sind mit einem Lächeln rausgegangen‘, wird der schönste sein.“