Sirin Emre Durmus (links) und der SV Fellbach ließen sich zuletzt kaum stoppen. Foto: Günter Schmid

Die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach überzeugen beim Tabellenzweiten FC Holzhausen durch einen mutigen Auftritt und gewinnen verdient.

Auch aufziehende Gewitterwolken mit Blitzen und eine siebenminütige Unterbrechung konnten die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach am Freitagabend nicht stoppen. Das Team um das Trainer-Brüderduo Nicos und Kiriakos Gountoulas ließ sich im Gastspiel beim Tabellenzweiten FC Holzhausen von nichts aus der Ruhe bringen und siegte verdient mit 4:2.

 

Selbst die Platzherren-Führung nach fünf Minuten durch den Torjäger Tim Steinhilber warf die Gäste nicht aus der Bahn, und Kiriakos Gountoulas sagte zu diesem Zeitpunkt zu seinem Bruder Nicos: „Wenn wir so weiterspielen, dann gewinnen wir auf jeden Fall.“ Er sollte Recht behalten. Die Fellbacher, bei denen im Vergleich zum 2:1-Heimsieg über Calcio Bendito Calemba für den krank fehlenden Adao Gutzeit hinten rechts in der Startformation stand, blieben ihrem Plan treu. „Wir haben von der ersten bis zur 90. Minute konsequent hoch gepresst und so Holzhausen im Spielaufbau zu Fehlern gezwungen“, konstatiert Nicos Gountoulas. Seine Spieler seien sehr mutig aufgetreten, hätten die Vorgaben sensationell von Minute eins an umgesetzt und Holzhausen vor Probleme gestellt.

Probleme, die der Tabellenvize nicht lösen konnte. Im Gegenteil. Das 1:1 (16.) durch Torben Hohloch per schönem Schuss aus 16 Metern resultierte aus einem frühen Ballgewinn. Patrick Fossi störte den Gastgeber-Aufbau, schnappte sich das Spielgerät und bediente Hohloch. Auch dem entscheidenden 4:2 (73.) durch den eingewechselten Sirin Durmus, der alleine vor Torhüter Henning Schwenk einnetzte, ging ein erfolgreiches Ballstehlen tief in der Holzhausener Hälfte voraus.

Doch die Gäste überzeugten nicht nur durch viel Laufaufwand und dauerhaftes Pressing. Auch spielerisch wusste das Team vom Max-Graser-Stadion durchaus zu gefallen. Beim 2:1-Führungstreffer durch Patrick Fossi (37.) – ein Tor mit Seltenheitswert, markierte der offensive Mittelfeldspieler dieses doch mit dem Kopf – wurde schön aus der eigenen Hälfte über Calemba und Mert Icmez kombiniert. Letzterer brachte den Ball dann maßgeschneidert in die Mitte.

Beim SV Fellbach überzeugt in Holzhausen auch die Abwehr

Beim 3:2-Führungstor bediente Fossi per Eckball Torben Hohloch, der per Kopf traf. Die einzige Unaufmerksamkeit der Gäste war kurz vor dem Pausenpfiff, als Enrico Huss nach einem Eckball am langen Pfosten völlig frei einköpfte. Ansonsten attestierte das Trainerduo seiner Abwehrreihe eine „überragende Leistung“, wobei sich Innenverteidiger Thomas Bauer ein Sonderlob verdiente. „Er hat den starken Steinhilber nicht zur Entfaltung kommen lassen; klasse, wie er ihn immer wieder gestört und den Spieltag vermiest hat“, sagt Nicos Gountoulas, für den aus einer starken Mannschaft erneut Torben Hohloch „als Unterschiedsspieler“ herausstach.

Damit hat sich die Fellbacher Belegschaft auf Rang vier vorgearbeitet. Diesen Platz gelte es „in den restlichen vier Spielen zu verteidigen“, sagt das Trainerduo unisono.

SV Fellbach: Härtel – Calemba, Kastrati, Thomas Bauer, Loraing – Icmez (87. Heilig), Leon Bauer, Tobias Hohloch (81. Martinovic), Fossi (68. Durmus), Torben Hohloch – Terpsiadis (90.+2 Dulabic).