Serdar Tasci (re.) schaut sich die Froschungsarbeit von Mazlum Yesin und Raphael Müller (v. li.) an. Klicken Sie sich durch Bilder vom Besuch des VfB-Kapitäns in der Cotta-Schule. Quelle: Unbekannt

Cotta-Schüler dokumentieren Einwanderungsgeschichte Stuttgarts und bekommen prominenten Besuch.

Stuttgart - Die Klasse BS1B der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule hat das Stadtmuseum, das 2016 seine Pforten öffnet, um Exponate bereichert. Die 27 jungen Leute der Klasse Bs1b im Alter von durchschnittlich 17 Jahren haben bei einem Schulprojekt in ihrem privaten Umfeld Einwanderer nach ihrer Lebensgeschichte in der Heimat und in Deutschland befragt.

Die Interviews werden dokumentiert und im künftigen Stadtmuseum ausgestellt. Die Cotta-Schule, die unter ihrem Dach ein Wirtschaftsgymnasium, eine Wirtschaftsschule und eine Berufsschule vereint, hat unter ihren insgesamt 1300 Schülern einen hohen Anteil von Kindern aus Einwandererfamilien. "Er liegt in der Vollzeitschule bei 50 Prozent, in der Berufsschule bei rund 20 Prozent", sagt Rektorin Birgit Jaeger-Gollwitzer.

Seit 2002 ist die Cotta-Schule eine Eliteschule des Sports. Kein Zufall also, dass der Schirmherr des Projekts nicht nur den Migrationshintergrund mit der Sportkarriere vereint, sondern wie der Fußballprofi Mario Gomez auch ehemaliger Cotta-Schüler ist: VfB-Kapitän Serdar Tasci. Bei der Präsentation des Projekts am Donnerstag stellte er sich den Fragen der sportbegeisterten Jugendlichen. Auf die Frage, was für ein Gefühl es sei, gegen den Superstar Lionel Messi spielen zu dürfen, antwortete der Stuttgarter Kapitän verschmitzt: "Ein ungutes."

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