Positiv nach vorne schauen in Zeiten von Corona. Bei einer Fahrradtour geht das ganz besonders gut. Foto: Shutterstock/Andrew Makedonski

Fahrrad fahren ist in Zeiten von Covid 19 bislang nicht nur erlaubt, es kann laut Wissenschaft und Regierung sogar dabei helfen, das Risiko zu minimieren, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Soziale Distanz halten, so lautet das Gebot der Stunde. Und dass das etwa per Pedes oder fest im Fahrradsattel besser funktioniert, als in öffentlichen Verkehrsmitteln, das hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in seinen Verhaltenstipps zur Corona-Krise erläutert. Alle, die können, sollten daher umsteigen und in Bussen und Bahnen für Platz und Abstand sorgen.

Mehr Raum im öffentlichen Nahverkehr minimiert das Ansteckungsrisiko. Gut. Hier kommen fünf weitere Gründe, warum Fahrrad fahren gegen das Coronavirus schützen kann. Zudem Tipps, worauf Radler jetzt achten müssen.

Fahrrad fahren als Selbstschutz und zum Schutz von anderen

Grund 1: Automatischer Abstand

Radler halten automatisch einen Abstand von anderthalb Metern ein.

Grund 2: Geringes Infektionsrisiko

Radler leben ungefährlicher, da das Coronavirus hauptsächlich über Tröpfcheninfektion auf kurze Distanz übertragen wird, wie der Ulmer Pneumologe Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdV) unter anderem in einem Artikel des Spiegel erläutert. Das Risiko, den Erreger auf dem Fahrrad „einzuatmen“, gehe gen null, sagt Barczok.

Grund 3: Immunsystem stärken und vorbeugen

Was immer gilt, gilt in Zeiten von Corona umso mehr - Fahrrad fahren stärkt das Immunsystem und macht weniger anfällig für Krankheiten. Da Fitnessstudios vorerst geschlossen haben, ist Fahrrad fahren eine gute Alternative, um den Körper gesund zu halten und den Kopf freizubekommen.

Grund 4: Mehr Muckis für die Lunge

Laut Pneumologe Michael Barczok birgt für Menschen mit einer Lungenerkrankung eine Infektion mit dem Coronavirus eine hohe Gefahr. Daher ist für jene gerade jetzt das Lungentraining besonders wichtig. Doch auch bei Menschen ohne Vorerkrankung wirkt sich Radeln positiv aus. Da bei Ausdauersportarten die Lungenmuskulatur trainiert wird. Beim Radeln wird zudem das Atmungsorgan gut belüftet und besser durchblutet. „Sie atmen intensiver, das heißt, Sie reinigen Ihre Lunge gut. Und das ist in punkto Virusprotektion optimal“, sagt Barczok.

Grund 5: Herzkreislaufsystem auf Touren bringen

Auch Menschen, die Diabetes und Herzkreislauferkrankungen wie Hypertonie haben, sollten sich bewegen, rät der Pneumologe Barczok. Denn laut Robert Koch-Institut (RKI) bergen diese Grunderkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19. Und zwar unabhängig vom Alter des Patienten.

Richtig verhalten: Tipps für Radler in der Corona-Krise

  • Nicht in einer Gruppe fahren
  • 1,5 Meter Abstand voneinander halten
  • Überfüllte Plätze, Straßen oder Wege möglichst vermeiden
  • An einer Ampel hintereinander und nicht nebeneinander warten
  • Nach dem Radfahren gründlich die Hände waschen – vor allem, wenn etwa Knöpfe von Ampeln berührt wurden.
  • Unfallrisiken vermeiden und dadurch die medizinische Versorgung nicht zusätzlich belasten

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