Blutkonserven werden in Krankenhäusern laufend benötigt. Foto: dpa/Christian Charisius

Die Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, scheint Blutspender davon abzuhalten zu spenden. Das Klinikum Stuttgart und das Deutsche Rote Kreuz rufen deshalb dazu auf, Blut zu spenden. Der Appell scheint zu fruchten.

Stuttgart - Die Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, scheint Menschen davon abzuhalten, Blut zu spenden. Das Klinikum Stuttgart und der Blutspendedienst Baden-Württemberg Hessen des Deutschen Roten Kreuzes berichten von Rückgängen. Normalerweise kämen im Schnitt etwa 120 Blutspender pro Tag in die Blutspendezentrale des Klinikums Stuttgart. „Diese Woche waren es teilweise nur halb so viele“, berichtet der Sprecher des Klinikums, Stefan Möbius.

Die Blutspendezentrale habe deshalb per E-Mail dazu aufgerufen Blut zu spenden. Darauf hätten erfreulich viele Spender reagiert und entweder gespendet oder eine Spende angekündigt. Die Situation habe sich „leicht entspannt“, so Möbius am Freitag. Es würden aber weitere Spenden benötigt. „Wir brauchen dringend Blutspenden“, bekräftigt Eberhard Weck vom DRK-Blutspendedienst. 1700 bis 1800 Blutspenden am Tag seien es allein fürs Land Baden-Württemberg. In den Faschingsferien würde generell weniger gespendet – hinzu kämen die Rückgänge in den Tagen danach. „Wir müssen sehen, dass wir die Bestände auffüllen“, so Wreck. Für Krebspatienten bräuchten die Kliniken laufend frische Blutkonserven.

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