300 000 Besucher aus dem Ausland kamen zur CMT. Auffällige Stornierungen wegen des Corona-Virus hat es laut Messe aber nicht gegeben. Foto: Andreas Rosar

Am Standort Stuttgart auf den Fildern gibt es keine Einschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus in China. Nur eine Messe im Ausland ist betroffen. Die Messe setzt auf Vorsorgemaßnahmen.

Stuttgart - Die Messe Stuttgart hat die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus in China bisher nicht zu spüren bekommen. Mit einer bereits bekannten Ausnahme: Die im Rahmen des Auslandsgeschäfts der Fildermesse vom 24. bis zum 26. Februar in Shanghai geplante Messe R+T Asia muss verschoben werden. Der Grund dafür: Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Lungenkrankheit habe die lokale Regierung in Shanghai alle im Februar stattfindenden Großveranstaltungen abgesagt, heißt es in einer Presseerklärung. Ein neuer Termin im Juni sei aber bereits in der Abstimmung.

„Für unsere Aussteller, Partner und Besucher sowie für das Messe-Team ist diese Lage natürlich eine organisatorische Herausforderung“, erklärte Roland Bleinroth, der Geschäftsführer der Messe Stuttgart. Aber die Entscheidung sei „absolut nachvollziehbar“. Die Gesundheit von Ausstellern und Besuchern müsse Vorrang haben.

Messe wird auf Juni verschoben

Die R+T Asia ist die führende asiatische Fachmesse für Rollläden, Tore, Fenster und Sonnenschutz und findet jedes Jahr im Shanghai New International Expo Center statt. Sie ist ein Ableger der Weltleitmesse R+T, die alle drei Jahre in Stuttgart stattfindet. Jedes Jahr kommen rund 40 000 Besucher zu der Messe in Shanghai.

Bisher hatte die Ausbreitung der Lungenkrankheit in China keine Auswirkungen auf den Fildern. Selbst bei der Tourismusmesse CMT Anfang des Jahres, die von mehr als 300 000 auch ausländischen Gästen besucht wurde, habe es „keine außergewöhnlichen Stornierungen“ gegeben, erklärte Pressesprecherin Stefanie Kromer.

Chinesische Nationalteams starten

Das gilt selbst für die international besetzte Olympiade der Köche, die von Samstag an im Rahmen der Fachmesse Intergastra stattfindet. Beide Teams aus China, die Nationalmannschaft ebenso wie das Jugendnationalteam, die zusammen rund 35 Personen umfassen, sowie die etwa 15 Einzelaussteller aus dem Reich der Mitte seinen angereist, sagte Axel Recht, der für die Veranstaltung bei der Messe zuständig ist.

Die Teilnehmer, die bereits hier seien, hätten sich in den vergangenen Wochen in ihrer Heimat eine „Selbstquarantäne auferlegt“, um potenzielle Risiken auszuschließen. Sie seien daheim geblieben und hätte kontinuierlich ihren Gesundheitszustand überprüft, ohne dass es irgendwelche Auffälligkeiten gegeben habe, so Recht. Die Menüs der chinesischen Nationalteams seien jedenfalls „schon ausverkauft“. Mit den rund 900 Einzelausstellern, darunter viele Köche, die als sogenannte Foodartisten kleine Kunstwerke etwa aus Gemüse oder Schokolade fertigen, sind bei der Veranstaltung in den Messehallen rund 2000 Teilnehmer aus 70 Nationen aktiv. Auf der Fachmesse Intergastra mit mehr als 1400 Ausstellern erwartet die Messegesellschaft mehr als 100 000 Fachbesucher.

Vorsorgliche Maßnahmen

Auch in den kommenden Wochen und Monaten rechnet man bei der Messe Stuttgart nicht mit Auswirkungen durch das Corona-Virus. So stehen in der Hauptsache regionale Messen auf dem Programm, etwa die Retro Classics, die Didacta oder die versammelten Frühjahrsmessen wie Garten, i-mobility, Kreativ oder Fair Handeln.

Als „vorsorgliche Maßnahme“, wie sie auch von anderen Messegesellschaften ergriffen würden, habe man inzwischen „Handdesinfektionsgeräte aufgestellt“, sagt Stefanie Kromer. „Und wir haben die Reinigungshäufigkeit im Sanitärbereich und auf dem gesamten Gelände erhöht“, erklärt die Pressesprecherin.

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