IHK-Chef Schmalzl warnt Betrüger, sich am Top für existenzbedrohter Firmen zu vergreifen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Steuermillionen für existenzbedrohte Kleinunternehmen werden ohne genaue Prüfung vergeben. Die Industrie- und Handelskammern warnen Betrüger davor, das auszunutzen. Genaue Kontrollen werden folgen.

Stuttgart - Mehr als 200 000 Unternehmer und Unternehmen im Südwesten haben bis Donnerstagnachmittag Anträge für das Corona-Soforthilfeprogramm des Landes gestellt. Die „gewaltige Antragswelle der ersten Woche“ werde noch dieses Wochenende bewilligt und ausbezahlt, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Rund 3500 Anträge in einer Gesamthöhe von 36,4 Millionen Euro wurden laut Ministerium bereits ausbezahlt.

Betrugsversuche gehen zum Staatsanwalt

Die Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart warnt Betrüger vor dem Versuch, an Gelder aus den Soforthilfen zu gelangen. „Jeder Versuch, mit bewusst falschen Angaben an Gelder zu kommen, wird von uns an die Staatsanwaltschaft gemeldet“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Johannes Schmalzl unserer Zeitung.

Die Warnung solle aber niemanden davon abhalten, die Mittel in Anspruch zu nehmen, der auf sie angewiesen ist. Sie beziehe sich auch nicht auf Unternehmen, bei denen sich etwa im Nachhinein zeigt, dass die Finanznöte doch nicht so groß waren, und die daraufhin Fördermittel zurückzahlen. Bislang gebe es noch keine Hinweise auf Anträge, die in betrügerischer Absicht gestellt wurden.

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