Schnelltests sind gefragt: Die Inzidenzahlen in der Region Stuttgart steigen. Foto: imago images/Martin Wagner

Das Landesgesundheitsamt hat am 24. März eine 7-Tage Inzidenz von 107,1 für Stuttgart errechnet. Damit knackt die Landeshauptstadt erstmals wieder seit einiger Zeit diese Grenze

Stuttgart - In den vergangenen Tagen sind auch die Inzidenzwerte in Stuttgart immer weiter angestiegen. Am Mittwochabend hat nun das Landesgesundheitsamt vermeldet, dass die 7-Tage-Inzidenz für Stuttgart bei 107,1 liegt. Auch in der Region Stuttgart liegen drei Landkreise über dieser Marke. Es sind Esslingen (120,4), Göppingen (121,2) und nun auch erstmals wieder Ludwigsburg (101,9). Während der Rems-Murr-Kreis bei 91,0 liegt, fällt nur noch der Landkreis Böblingen aus dem Rahmen. Dort beträgt der Inzidenzwert 61,9, was auch in ganz Baden-Württemberg einen sehr guten Wert darstellt.

Wann schließt die Wilhelma wieder?

In Stuttgart kamen am Mittwoch im Vergleich zum Vortag 172 neue Fälle dazu. In den vergangenen sieben Tagen wurden 681 Fälle insgesamt gemeldet. Falls die Inzidenz in Stuttgart an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, treten automatisch mit der sogenannten Notbremse wieder Beschränkungen in Kraft. In diesem Fall dürften auch in Stuttgart die Geschäfte keine Terminvergabe für den Kundenbesuch mehr anbieten. Auch die Museen und zum Beispiel die Wilhelma müssten wieder schließen. Die Beschränkungen gelten bereits in Esslingen und Göppingen, da dort der Inzidenzwert seit einiger Zeit über der 100 liegt.

Die Einschätzung des Gesundheitsamtes

Ein Sprecher der Stadt Stuttgart teilte am Abend die Einschätzung des Gesundheitsamtes mit. An dem Wert zeige sich „die weiterhin an Fahrt aufnehmende Fallzahlentwicklung“ insbesondere im Umfeld von Familie, Kita und Schule, erklärte die Behörde. An diesem Punkt des öffentlichen Lebens würden mehrere Fäden zusammenlaufen, „denn über Angehörige und Geschwisterkinder sind gegebenenfalls mehrere Klassenstufen oder andere Einrichtungen betroffen, neben den Kitas und Schulen auch andere Einrichtungen, wie Flüchtlingsunterkünfte“. „Obwohl der Wert vom Mittwoch im Vergleich zu den letzten Tagen besonders hoch ist, reiht er sich doch in die allgemein beobachtete Entwicklung ein und entspricht auch unseren Erfahrungen im Rahmen der zweiten Welle im vergangenen Herbst“, stellte das Gesundheitsamt weiter fest. Man werde die Entwicklung genau beobachten.

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