Die Müllabfuhr unterwegs in der Stuttgarter Innenstadt. Auf den Fildern wird der Papiermüll gerade nicht abgeholt. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Durch den Corona-Ausbruch bei den Müllarbeitern wird auf den Fildern vorerst kein Papiermüll abgeholt. Doch noch ist offen, wie lange dieser Zustand anhält.

Stuttgart - Die Abfuhr der Altpapiertonnen im Bereich Filder bleibt vorerst ausgesetzt. Nach dem Corona-Ausbruch in der Betriebsstelle des städtischen Abfallwirtschaftsbetriebs (AWS) in Vaihingen sei die Wiederaufnahme „leider nicht absehbar“, erklärte der AWS. Die Abfuhr der Papiertonnen werde „wieder aufgenommen, sobald genügend Personal vorhanden ist“. Restmüll und Bioabfall werde weiter abgefahren, der Behälteränderungsdienst sei aber „eingeschränkt“.

Keine Auswirkungen auf andere Stadtteile

Wie berichtet, ist es in der Betriebsstelle zu einem beträchtlichen Corona-Ausbruch gekommen. Stand Freitag waren zwölf Müllwerker mit dem Coronavirus infiziert, 13 weitere sind in Quarantäne, 23 sind anderweitig erkrankt, so der AWS. Ob es bei dieser Zahl von Infizierten bleibt, wird sich zeigen. Noch liegen nicht alle Ergebnisse der Tests vor. Insgesamt hat die Betriebsstelle 91 Beschäftigte.

Andere Bereiche der Stadt bekommen von dem Vorfall nichts mit. Die Corona-Fälle auf den Fildern hätten „keine Auswirkungen auf andere Stadtteile“, so der AWS. Aufgrund der Corona-Vorgaben können keine Beschäftigten von anderen Standorten eingesetzt werden, „um zu vermeiden, dass sich auf diesem Wege das Virus auch in anderen Betriebsstellen ausbreitet“, erläutert der AWS das Vorgehen. Bisher habe es auch schon „vereinzelte Corona-Fälle“ beim AWS gegeben, aber nicht in diesem Umfang. Für die Bürger seien diese Fälle nie wie jetzt spürbar geworden. Zu den möglichen Ursachen des Ausbruchs erklärte der AWS: „Die Mitarbeiter wurden wiederholt unterwiesen, und die Regeln wurden eingehalten.“

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