Auch in der Schlange vorm Baumarkt muss Abstand gehalten werden. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka (Symbolbild)

Bei Stichproben hat die Polizei festgestellt, dass es in manchen Baumärkten zu eng hergeht. Die Einhaltung des Kontaktverbotes und des Mindestabstandes soll am Donnerstag überprüft werden.

Stuttgart - Es scheint in Stuttgart ein wahrer Heimwerkerboom ausgebrochen zu sein. Natürlich liegt das zum einen am Frühjahr, wenn alle anfangen zu gärtnern und rund ums Haus zu werkeln. Zum anderen sind Baumärkte von der Schließungsverordnung für den Handel ausgenommen – wie auch Supermärkte oder Apotheken. Folglich ziehen sie auch die Einkäufer an, für manche ist das eine willkommene Abwechslung. „Das hat in der vergangenen Woche dazu geführt, dass nicht immer bei allen die Abstandsregelungen eingehalten wurden“, erläutert der Polizeisprecher Stefan Keilbach. Das stellten Streifenbeamte fest fest. Die Polizei sei vergangene Woche, als die neuen Kontaktsperren und Abstandsregeln zum ersten Mal griffen, stichprobenartig bei verschiedenen noch geöffneten Betrieben gewesen.

Der Appell der Stadt soll Schließungen verhindern

Die Stadt hat die Baumärkte eindringlich dazu aufgerufen, auf die Einhaltung der Regeln zu achten, um die Schließung zu vermeiden. Um zu sehen, ob dieser Appell fruchtet, hat die Polizei für den Donnerstag Kontrollen in Baumärkten angekündigt. An den Regalen in den Märkten sei es zum Teil zu eng zugegangen, so Keilbach. Und auch Märkte, die nicht alle, die kamen, gleichzeitig einließen, hatten ein Problem: „Da bildeten sich auf den Parkplätzen Schlangen, in denen die vorgeschriebenen Mindestabstände auch nicht eingehalten waren“, sagt der Polizeisprecher Stefan Keilbach.

Die Baumärkte sollten schon auf dem Parkplatz klar verständlich machen, dass die Einkaufenden sich an die Regeln zu halten haben. „Das muss gut zu erkennen sein“, so Keilbach. Hilfreich seien auch Kreidemarkierungen auf dem Boden, um die Menschen auf den Mindestabstand von 1,50 Meter, besser noch zwei Meter, in der Schlange hinzuweisen. Solche Markierungen haben viele Geschäfte schon im Kassenbereich angebracht.

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