Die meisten halten sich an die Regeln, doch rund 100 Verstöße meldet die Polizei. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Aktuell gilt noch immer ein Versammlungsverbot. Dagegen wollten rund 20 Personen in Stuttgart protestieren. Die Polizei schritt ein. Für ein paar Teilnehmer hatte das Konsequenzen.

Stuttgart - Es ist weitgehend gut gelaufen mit der Einhaltung der Regeln zur Eindämmung der Coronapandemie. Doch rund 100 Verstöße habe man registriert, meldet die Stuttgarter Polizei. Darunter war auch ein Verstoß gegen das aktuell verhängte Versammlungsverbot – von einer Gruppe, die laut der Polizei eben dies kritisieren wollte.

Am Schlossplatz kamen am Samstag rund 20 Personen zusammen, die gegen die Regeln im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes protestieren wollten. „Sie hatten auch versucht, das im Vorfeld bei der Stadt anzumelden, das wurde aber untersagt“, sagt der Polizeisprecher Jens Lauer. Die Demonstranten sehen in dem aktuellen Versammlungsverbot eine Einschränkung ihrer Grundrechte und wollten das kundtun. Die Beamten hätten den Teilnehmenden die Regeln noch einmal dargelegt und gegen zwölf Personen einen Platzverweis ausgesprochen.

15 Jugendliche treffen sich zum Feiern

Insgesamt verzeichnete die Polizei rund 500 Einsätze im Rahmen der Überwachung der Coronaverordnung. Dabei seien rund 2000 Personen von den täglich rund 100 eingesetzten Polizisten kontrolliert worden. Die Polizeihubschrauberstaffel verschaffte sich einen Überblick aus der Luft. Meist handelte es sich um kleinere Gruppen. Die größte Gruppe, die beim Feiern angetroffen wurde, waren 15 Jugendliche. Sie hatten sich in Neugereut getroffen und tranken gemeinsam Alkohol, meldet die Polizei. Zu einem Konflikt kam es am Samstag am Marienplatz. Ein angetrunkener 33 Jahre alter Mann, der mit einer vierköpfigen Gruppe unterwegs war, kam den Beamten zu nahe: Er sei bis auf einen halben Meter auf sie zugegangen. Als sie ihn aufforderten, das zu lassen, habe er die Beamten beleidigt. Er habe dann auch noch einen Polizisten ins Gesicht schlagen wollen. Daraufhin sei er zu Boden gebracht worden und man habe ihm Handschellen angelegt. Der Mann habe gegen den Streifenwagen getreten und diesen beschädigt. Auf dem Weg zum Revier habe er weiterhin die Beamten beleidigt und zwei von ihnen getreten. Ein Richter ordnete an, dass der Mann bis zum nächsten Morgen in Polizeigewahrsam kam, meldet die Polizei. Ein Arzt bestätigte seine Haftfähigkeit.

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