Alle positiven PCR-Tests werden jetzt auch auf die Delta-Variante untersucht. Foto: dpa/Arne Dedert

In Stuttgart bleibt die Zahl der Infektionsfälle mit der Delta-Mutation weiter überschaubar. Diese haben bisher laut Stadt „keine messbaren Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen“. Die Inzidenz ist in Stuttgart einmal mehr gesunken.

Stuttgart - Trotz der sich auch in Baden-Württemberg ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus bleibt die Lage in der Landeshauptstadt weiter ruhig. So ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag erneut gesunken, von vorher 12,9 auf nunmehr 11,8 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Man habe bisher lediglich „fünf Fälle“ der Variante registriert, erklärte Stadtsprecher Sven Matis. Zwar seien 15 weitere Infektionsfälle, die möglicherweise von der Delta-Mutation herrühren, in der Sequenzierung. Und man beobachte die Lage genau, es würden auch alle positiven PCR-Tests „auf die bekannten Mutationen untersucht“. Bisher aber habe die erstmals in Indien aufgetretene und als deutlich ansteckender geltende Mutation in Stuttgart „keine messbaren Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen“.

Auch zwei Schulen sind betroffen

Zu den bisher nachgewiesenen Fällen zählen die Mitglieder einer Familie, die Urlaub in einem Hotel in Südtirol gemacht hatten. Dazu kommt ein Infektionsfall in einer Kita im Stuttgarter Osten, der aber keinen weiteren Folgefall nach sich gezogen hat. Gleiches gilt bisher auch für jeweils eine Infektion mit der Delta-Variante an zwei Schulen in der Stadt. Auch hier gebe es „kein größeres Ausbruchsgeschehen“, sagte Sven Matis. Der Sprecher wies daraufhin, dass sich die Menschen weiter an die Abstands- und Hygieneregeln halten sollten.

Dort, wo die Mutation auftritt, ist der Umgang mit dieser im Wesentlichen nicht anders als etwa bei der noch immer dominanten Alpha-Variante: Die unmittelbaren Kontaktpersonen werden in Quarantäne geschickt. Anders ist nach der Coronaverordnung lediglich, dass sich auch Geimpfte und Genesene nach einem engen Kontakt mit einem Delta-Infizierten isolieren müssen. Im Falle der beiden Schulen wurden die individuellen Situationen berücksichtigt mit der Folge, dass in einer der beiden Klassen nur die Nebensitzer des Betroffenen in Quarantäne mussten, in der anderen aber die ganze Klasse.

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