Die Behindertenbeauftragte Simone Fischer Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski

Die Behindertenbeauftragte der Stadt, Simone Fischer, fordert eine Ausweitung der Impfpriorisierung und mobilen Impfung auf behinderte und pflegebedürftige Menschen. Auch die SPD-Fraktion will, dass Menschen mit Behinderung rasch einen Anspruch auf eine Impfung bekommen.

Stuttgart - Die Behindertenbeauftragte der Stadt, Simone Fischer, setzt sich für eine Ausweitung der Impfpriorisierung sowie der mobilen Impfung auf behinderte und pflegebedürftige Menschen ein. Mit einer entsprechenden Bitte hat sich Fischer auch per Brief an die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, die Bundestagsabgeordnete Karin Maag, gewandt. Fischer spricht darin auch das Problem an, das Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen haben, wenn erstere die Impfzentren nicht selbstständig aufsuchen können. „Es würde die pflegenden Angehörigen stark entlasten, wenn sie diese Begleitung nicht übernehmen müssen“, schreibt Fischer. „Zielführend wäre“, so die Beauftragte, wenn Werkstätten in die Liste der mobil aufzusuchenden Einrichtungen aufgenommen würden.

SPD: Stadt soll sich ans Land wenden

Auch die SPD-Gemeinderatsfraktion hat sich des Themas angenommen: Menschen mit Behinderung müssten rasch einen Anspruch auf Impfung bekommen. Die SPD beantragt, dass sich die Stadt ans Land wendet, damit dieses sich beim Bund dafür einsetzt, dass die Bundesverordnung entsprechend geändert wird. Träger hätten ihnen berichtet, dass es logistisch eine enorme Herausforderung wäre, die Menschen mit Behinderung in die Impfzentren bringen zu müssen. „Wir wollen, dass Menschen mit Behinderung die erforderliche Unterstützung erhalten“, so Maria Hackl von der SPD.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: