Frankreich will seine Corona-Beschränkungen ab Mai lockern. Foto: dpa/Michel Spingler

Das Nachbarland Frankreich will ab Mai seine Corona-Beschränkungen schrittweise lockern. Auch die Kultureinrichtungen und die Restaurants könnten davon profitieren.

Paris - Frankreich will voraussichtlich ab Anfang Mai seine strengen Corona-Maßnahmen langsam lockern. So sollen die Bewegungseinschränkungen am 3. Mai aufgehoben werden, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron an. Die Pläne würden noch konkretisiert. Die ersten Auswirkungen der Maßnahmen seien spürbar, sagte Attal. „Wir könnten uns auf dem Höhepunkt oder kurz davor befinden“, sagte er mit Blick auf die dritte Welle der Covid-19-Pandemie. Der Druck auf die Krankenhäuser sei aber weiter extrem hoch.

Attal bestätigte außerdem, dass die Wiedereröffnung der Geschäfte, einiger Kultureinrichtungen und Außenbereiche der Restaurants für Mitte Mai anstehen könnte. Das hatte Macron bereits in seiner Rede vor einigen Wochen in Aussicht gestellt. Eine genaues Datum nannte Attal aber nicht. Auch für die Aufhebung der abendlichen Ausgangssperre machte er keine Zusagen.

Auch Schulen sollen wieder öffnen

In Frankreich gelten seit Anfang April landesweit strenge Ausgangsbeschränkungen. Macron hatte diese für mindestens vier Wochen verhängt. Die Menschen dürfen sich zum Beispiel nicht ohne triftigen Grund weiter als zehn Kilometer von ihrer Wohnung entfernen. Die nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind weitgehend geschlossen. Attal bestätigte außerdem, dass Schulen - beginnend mit dem Unterricht für die Jüngsten - Ende April wieder schrittweise öffnen sollen.

Aus Sorge vor den Varianten des Coronavirus wird Indien zur Liste der Länder, für die besondere Einreisebeschränkungen gelten, hinzugefügt. Frankreich hatte bereits zuvor strengere Regeln für Länder wie Brasilien, Argentinien oder Südafrika verhängt. Außerdem soll der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ab der kommenden Woche in Frankreich eingesetzt werden. In dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern ist die Corona-Lage weiter sehr angespannt. Zuletzt wurden rund 337 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gemeldet.

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