In Lissabon haben die Restaurants wieder geöffnet. Foto: dpa/Pedro Fiuza

In Portugal ist seit neun Monaten erstmals kein neuer Corona-Todesfall gemeldet worden. Noch im Januar hatte das Land bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig sogar die höchsten Infektionszahlen weltweit.

Lissabon - Im einstigen Pandemie-Hotspot Portugal ist erstmals seit knapp neun Monaten kein einziger Corona-Todesfall innerhalb von 24 Stunden erfasst worden. Das sei zuletzt am 2. August 2020 passiert, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag in Lissabon mit. Die höchsten Werte seit Ausbruch der Pandemie wurden in dem beliebten Urlaubsland mit rund 10,3 Millionen Einwohnern am 28. und 31. Januar mit jeweils 303 Todesfällen registriert.

Man sei optimistisch, dass man die Herdenimmunität in Portugal früher als bisher erwartet erreichen werde, erklärte der Staatssekretär für Gesundheit, Diogo Serra Lopes, am Montag in Portimão im Süden des Landes. „Es gibt nun Hinweise dafür, dass es eher Anfang als Ende des Sommers soweit sein wird“, sagte er.

Kliniken standen kurz vor Kollaps

Noch im Januar hatte Portugal bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig sogar die höchsten Infektionszahlen weltweit. Die Kliniken standen kurz vor dem Kollaps. Doch der Mitte Januar beschlossene Lockdown trug Früchte: Nach Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich zuletzt binnen 14 Tagen nur 75,05 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. Damit hat man nach Island (28,56) den niedrigsten Wert unter den 30 erfassten Ländern. In Deutschland betrug diese 14-Tage-Inzidenz zuletzt 312,40. Im Januar hatte dieser Wert in Portugal noch bei deutlich über 1600 gelegen.

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