Am vorigen Mittwoch hatte die Kennziffer noch bei einem vorläufigen Tiefpunkt von 27,6 gelegen. (Symbolfoto) Foto: dpa/Jens Büttner

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Esslingen ist auf einen Wert von 76,5 gestiegen. Oberbürgermeister Jürgen Zieger warnt deshalb vor Sorglosigkeit.

Esslingen - Die Verschnaufpause – und die Hoffnung – war nur von kurzer Dauer. Die Corona-Ansteckungsrate in der Stadt Esslingen hat sich binnen weniger Tage verdreifacht. Am Montag, 22. Februar, meldet das Gesundheitsamt eine Inzidenzzahl von 76,5. Am vorigen Mittwoch hatte die Kennziffer, die angibt, wie viele Ansteckungen binnen einer Woche und hochgerechnet auf 100 000 Menschen registriert worden sind, noch bei einem vorläufigen Tiefpunkt von 27,6 gelegen.

Allein am Montag hat das zuständige Gesundheitsamt des Landkreises einer Mitteilung aus dem Rathaus zufolge 45 zusätzliche Covid-19 Fälle im Esslinger Stadtgebiet gemeldet. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und der Befürchtung, dass sich zunehmend erheblich ansteckenderen Corona-Mutationen ausbreiten könnten, mahnt der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger die Esslinger Bürgerschaft dazu, nicht sorglos zu werden und die erarbeiteten gemeinsamen Erfolge nicht zu gefährden.

Vor allem am Wochenende haben sich viele Esslinger offensichtlich nicht an die Regeln gehalten. „Bei Kontrollen in Grünanlagen, auf Spiel- und Bolzplätzen sowie auf Schulhöfen musste der Ordnungsdienst am Samstag und am Sonntag zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Corona-Vorgaben feststellen“, klagt Zieger. So hätten ganze Gruppen eng beieinander stehender Besucherinnen und Besucher oder Radfahrer ermahnt werden müssen. Im gesamten Stadtgebiet seien zahlreiche Verstöße gegen die Mund-Nasen-Schutz-Vorgaben sowie die Abstandsgebote geahndet worden. „Bei allem Verständnis für den Drang der Bürgerschaft zum Aufenthalt bei dem Frühlingswetter im Freien: Wir müssen weiter darauf achten, die Gesundheit der Menschen zu sichern und unser gesamtes Gesundheitssystem von den Kliniken bis zu den Pflegeeinrichtungen nicht erneut an die Überforderungsgrenze zu führen“, mahnt der Oberbürgermeister. Die Stadtverwaltung werde die Kontrollen in Abstimmung mit der Polizei deshalb intensiv fortsetzen.

Mit ihren steigenden Ansteckungszahlen ist die Stadt Esslingen kein Sonderfall. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz am Montag auf 61,0 gestiegen. Gleichzeitig startete in Baden-Württemberg wieder der Normalbetrieb in den Kitas und der Präsenzunterricht in Grundschulen sowie bei den Abschlussklassen. „Um so wichtiger ist, dass sich jeder und jede einzelne von uns daran messen lässt, wie er oder sie die verfügten Beschränkungen persönlich erfüllt“, so der dringende Appell des Esslinger Verwaltungschef.

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