In Baden-Württemberg (hier das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart) sind aktuell die meisten Todesopfer wegen des Coronavirus zu beklagen. Foto: dpa/Marijan Murat

Seit gut drei Wochen hält das Coronavirus Deutschland in Schach: es gibt immer mehr Infizierte und auch die Zahl der Verstorbenen steigt. Wie steht Baden-Württemberg im Bundesvergleich da?

Stuttgart - Baden-Württemberg ist relativ zur Bevölkerung weiterhin besonders stark vom Coronavirus betroffen. Sowohl der Anteil der Infizierten als auch der Anteil der Verstorbenen ist im Land besonders hoch – beim zweiten Wert betragen die Zahlen im Südwesten das Dreifache des Bundesschnitts.

Die folgende Grafik visualisiert zunächst den Anteil der an Covid-19 Verstorbenen im Bundesvergleich:

Ähnlich wie die Infiziertenzahlen zu Beginn der Corona-Krise können sich die relativen Werte wegen der meist geringen zugrunde liegenden Fallzahlen noch relativ schnell verändern. Insgesamt versterben in Deutschland aber relativ wenige Menschen an Covid-19. Das liegt einerseits daran, dass hierzulande weniger alte Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind als etwa in Italien, wo die Sterberate um ein Vielfaches höher liegt. Zum anderen wird hierzulande relativ viel getestet, weshalb auch relativ viele Infizierte mit mildem Krankheitsverlauf in der Statistik auftauchen. Das senkt die rechnerische „Sterbequote“.

Wie entwickeln sich die Infiziertenzahlen in Deutschland? Das zeigt das folgende Schaubild:

Auch in dieser Statistik liegt Baden-Württemberg deutschlandweit nur hinter Hamburg. Das heißt, dass hierzulande relativ viele Corona-Fälle erkannt werden – und von den bestätigten Infizierten im bundesdeutschen Vergleich auch relativ viele versterben. Insgesamt steigen die Zahlen weiter rasant an.

Hier geht es zu den detaillierten, täglich aktualisierten Werten aus Baden-Württemberg

Vergleicht man die Werte vom Freitag mit denen, die eine Woche davor gemeldet wurden, so sind in Baden-Württemberg laut der amtlichen Zahlen knapp dreimal so viele Menschen an dem Coronavirus erkrankt. Zumindest bei dieser Statistik liegt Baden-Württemberg nicht über dem Bundesschnitt.

Die folgende Grafik zeigt die Zahl der Infizierten sowie den Steigerungsfaktor verglichen mit der Vorwoche.

Wir vergleichen an dieser Stelle die Werte des Robert-Koch-Instituts, obwohl diese erst mit etwas Verzögerung dort eintreffen. Gerade zum Vergleich über den Zeitverlauf sind diese Werte geeignet – zumindest wenn man annimmt, dass die Lieferverzögerung aus allen Ländern in etwa gleich ist und auch die Testdichte mittlerweile ähnlich hoch ist.

Wir aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig, aktueller Stand: Samstag, 28. März, 12.30 Uhr.

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