Auch in Stuttgart gingen zahlreiche Menschen am vergangenen Samstag auf die Straße. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Vergangenes Wochenende sind deutschlandweit Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Rassismus zu demonstrieren. Ein Kölner Infektiologen hat sich nun dazu geäußert.

Köln - Die großen Anti-Rassismus-Demonstrationen in mehreren deutschen Städten – darunter auch Stuttgart – am vergangenen Wochenende könnten nach Einschätzung des Infektiologen Gerd Fätkenheuer eine „ungeplante Studie“ zur Corona-Pandemie sein. Es könne aufschlussreich sein zu beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen nun weiter entwickle, sagte der Wissenschaftler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch).

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Die Auswertung „könnte sehr wichtige Aufschlüsse liefern - mitsamt der Konsequenz, dass weitere politische Lockerungen beschlossen werden könnten, wenn keine vermehrten Infektionen auftreten“. Dann wäre für ihn die Folgerung denkbar, „dass man diese Art der Zusammenkunft bei vernünftigem Verhalten der Teilnehmer erlaubt“.

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Fätkenheuer ist Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln und war von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

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